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«Teilhabeatlas»: Studie zu Unterschieden der Lebensverhältnisse erwartet

Im Grundgesetz steht, dass alle Deutschen im ganzen Bundesgebiet Freizügigkeit genießen. Doch vergleichbare Chancen finden die Bürger nicht vor.

«Teilhabeatlas»

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung will die erheblichen regionalen Unterschiede der Lebensverhältnisse in einem «Teilhabeatlas» darstellen. Foto: Annette Riedl

Wie gleichwertig sind die Lebensverhältnisse in Deutschland? Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung will das am heutigen Donnerstag (10.30) in einem «Teilhabeatlas» darstellen.

Dafür haben die Autoren 401 Landkreise und kreisfreie Städte nach Indikatoren wie kommunalen Steuereinnahmen, Hartz-IV-Quoten, Schulabbrechern, Haushaltseinkommen, Abwanderung, schnellem Internet, Infrastruktur und Lebenserwartung verglichen.

Die Analyse offenbare erhebliche Differenzen in den gesellschaftlichen Teilhabechancen ihrer Bewohner, heißt es vorab. Es mache einen großen Unterschied, ob Menschen in einer wirtschaftsstarken Stadt oder auf dem strukturschwachen Land lebten, an der Küste im Norden, im Westen an Rhein und Ruhr, im Alpenvorland im Süden oder im Osten an Unstrut und Oder.

In einer nicht-repräsentativen qualitativen Befragung von rund 300 Menschen sind die Autoren auch der Frage nachgegangen, ob sich die Bewohner vermeintlich abgehängter Regionen benachteiligt fühlen und Menschen in erfolgreichen Regionen zufrieden sind.

dpa