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stern-RTL-Wahltrend: AfD nach Parteitag wieder im Aufwind

Der Programmparteitag hat der AfD gut getan. Im neuen stern-RTL-Wahltrend erreicht die Partei mit 10 Prozent wieder einen zweistelligen Stimmenanteil. Neue Erkenntnisse gibt es auch über die Wähler der "Alternative".

Jörg Meuthen und Frauke Petry lachend vor dem Logo ihrer Partei AfD

Die AfD-Chefs Jörg Meuthen und Frauke Petry können zufrieden sein: Seit dem Programmparteitag steigt die Zustimmung im Wahltrend wieder

Nach ihrem Stuttgarter Programmparteitag legt die AfD im stern-RTL-Wahltrend wieder um einen Prozentpunkt zu und kommt im Vergleich zur Vorwoche auf 10 Prozent. Die Werte für die anderen Parteien bleiben dagegen unverändert. Die Union aus CDU und CSU stagniert bei 34 Prozent und die SPD bei 21 Prozent. Die Grünen behaupten ihre 13 Prozent, die Linke verharrt weiterhin bei 9 Prozent, die FDP bei 8 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 5 Prozent, ein Punkt weniger als in er Vorwoche. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 27 Prozent.

Wie derzeit Frauen und Männer wählen würden, untersuchte das Forsa-Institut in einer Sonderauswertung. "Dass Union und SPD nicht noch schwächer sind, verdanken beide Parteien den Frauen",  sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. Frauen würden sich nämlich deutlich häufiger für CDU oder CSU (36 Prozent) und SPD (23 Prozent) entscheiden als Männer (31 Prozent für die Union und 19 Prozent für die SPD). Auch die Grünen profitierten von deutlich größeren Sympathien bei den Frauen (16 Prozent) als bei den Männern (11 Prozent).

AfD-Wähler: Anteil der Männer besonders groß

"Anders verhält es sich bei der AfD", so Güllner, "die zurzeit von 6 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer gewählt würde – und zwar, wie schon bei der Bundestagswahl 2013 und allen Landtagswahlen seither, überwiegend von Männern im Osten und Männern im Alter zwischen 30 und 59 Jahren, die sich zu kurz gekommen fühlen.“

Bei der Kanzlerpräferenz verliert Angela Merkel im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt, während SPD-Chef Sigmar Gabriel wieder einen gewinnt. Mit 48 Prozent liegt Merkel immer noch 34 Punkte vor Gabriel, den sich 14 Prozent aller Wahlberechtigten als Kanzler wünschen.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 2. bis 6. Mai 2016 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische  Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.