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Auf dem Weg nach Paris: Air-France-Maschinen nach Drohungen umgeleitet

Trittbrettfahrer oder neuer Terror? Nach den Anschlägen von Paris mussten zwei Maschinen der Air France ihre Transatlantikflüge wegen anonymer Drohungen unterbrechen.

Der Air-France-Airbus A380 wird auf dem Flughafen Salt Lake City vom FBI untersucht

Der Air-France-Airbus A380 wird auf dem Flughafen Salt Lake City vom FBI untersucht.

Zwei Flugzeuge der französischen Fluggesellschaft Air France sind nach anonymen Drohungen auf Flügen von den USA nach Paris umgeleitet worden. Ein Airbus A380 sei in Los Angeles gestartet und auf dem Weg nach Paris auf einen Flughafen in Salt Lake City (Bundesstaat Utah) gelotst worden, teilte der Flughafen in der Nacht auf Mittwoch mit.

Eine zweite Maschine mit 298 Menschen an Bord war von Washington nach Paris aufgebrochen, musste aber bereits im kanadischen Halifax wieder landen. Beide Maschinen landeten sicher, die Passagiere konnten die Flugzeuge unverletzt verlassen.

FBI untersucht Maschinen

Es habe anonyme Drohungen gegeben, hieß es in einem Statement von Air France. Deshalb habe man sich entschieden, die Maschinen vorsichtshalber ihren Flug unterbrechen zu lassen. In Medienberichten war von Bombendrohungen die Rede.

Paris Liveticker - aktuellSowohl in Halifax als auch in Salt Lake City wurden die Flugzeuge von der Bundespolizei FBI untersucht. Auch die Passagiere und ihr Gepäck würden untersucht, hieß es in dem Statement von Air France weiter. Der Betrieb auf den Flughäfen wurde fortgesetzt.

In der französischen Hauptstadt Paris waren am Freitagabend bei einer Anschlagserie 129 Menschen getötet worden. Seitdem hatte es mehrere Bedrohungsszenarien in mehreren Ländern gegeben. Unter anderem wurde in Hannover das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden kurzfristig abgesagt.

mad/anb/DPA/Reuters