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Kommentar

Gauland-Eklat: Erst mal hauen, dann mal schauen: Immer dieselbe AfD-Masche

AfD, die Nächste! Diesmal preschte Vize Alexander Gauland vor, beleidigte Jerome Boateng und ruderte dann zurück. Immer dieselbe Leier. Zeit, endlich zu realisieren, dass hinter den Provokationen keinerlei Substanz steckt.

Alexander Gauland hebt vor dem Logo der AfD beide Hände in die Höhe

Alexander Gauland nach Boateng-Eklat: Kenne mich mit Fußball gar nicht aus

Alexander Gauland war ganz knapp davor. Wäre Jérôme Boateng nicht der landauf, landab bekannte Fußball-Weltmeister, der AfD-Vize hätte sich womöglich noch dazu verstiegen, zu behaupten, dass er einen Boateng gar nicht kenne. So blieb ihm nur zu beteuern, dass er sich mit Fußball nicht auskennt. Mit Nachbarschaften offenbar auch nicht. Ein Rückzugsgefecht nach einem poltrigen Angriff.

Das hat man von der AfD schon so oft gesehen. Erstmal raushauen und schauen, was draus wird - das ist die allzu offensichtliche Taktik, ja Masche der Populisten. "Pointierte, teilweise provokante Aussagen" seien unerlässlich, um sich in den Medien Gehör zu verschaffen, macht AfD-Chefin Frauke Petry daraus bekanntlich auch keinen Hehl. Und so wird munter diffamiert, beleidigt und provoziert: Flüchtlinge sollte man notfalls mit Waffengewalt stoppen - nur ein "Maus-Abrutscher", Termin mit ZDF-Morgenmagazin platzt, Moderatorin Dunja Hayali wird flugs zur "Polit-Aktivistin" gemacht, die Kirchen verdienen Milliarden an der Flüchtlingskrise - wohl eine Reaktion auf die Ausladung vom Katholikentag oder nun eben Boateng, den man als Nationalspieler bejubelt, als Nachbar aber angeblich nicht haben - und dann eigentlich kaum kennen will.

Gerald Asamoah zu Jerome Boateng


AfD: Ein Muster, keine Substanz

Im Grunde ist das alles so offensichtlich, dass es langweilt. Vorurteile werden nachgeplappert, scheinbar einfache Lösungen in den Raum gestellt - und sich dabei auch noch frech der doch so gerne als Lügenpresse diffamierten Medien bedient. Substanz hat das alles nicht. Der Fall Boateng ist dafür ein erhellendes Beispiel. Für sein rassistisches Statement hat Gauland einen gebürtigen Berliner ausgesucht, Sohn einer deutschen Mutter, der in der deutschen Hauptstadt aufgewachsen ist und als Fußballspieler Deutschland vertritt. Ein klassisches Eigentor.

Die AfD handelt nach der Devise "Irgendwas bleibt immer hängen" - und leider verfängt das auch nicht selten.

"Irgendwas bleibt immer hängen" funktioniert aber auch andersrum. Deshalb, Ihr Fußballfans, Ihr Flüchtlingshelfer, gläubigen Christen und all jene, die die Masche der AfD durchschaut haben: Erinnert Euch, wenn Ihr bei der nächsten Wahl Euer Kreuz macht. Und bis es soweit ist, ein Beispiel an Jérôme Boateng nehmen. Der tut, was er auch auf dem Spielfeld tut: gelassen bleiben und den Gegner an sich abprallen lassen. "Ich bin froh Deutscher zu sein", sagte er. "Ich glaube, ich bin gut integriert, und mehr muss ich dazu auch nicht sagen."


Dazu noch eine Anleitung der ARD-Satiresendung "extra3":



Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.