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Döbeln in Sachsen: SPD-Politiker nach Explosion vor AfD-Büro: Anschlag schadet der Demokratie

Der stellvertretende SPD-Ministerpräsident von Sachsen, Martin Dulig, hat den Anschlag auf ein AfD-Büro im sächsischen Döbeln verurteilt. "Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie", schrieb er auf Twitter.

AfD Döbeln

Polizisten untersuchen den Tatort im sächsischen Döbeln, wo es vor dem AfD-Büro eine Explosion gab

DPA

Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro in Döbeln hat Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) die Tat verurteilt. Für den Anschlag gebe es keine Legitimation, schrieb Dulig am Freitagmorgen bei Twitter. "Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern." Scheiben und Türen des Büros waren bei der Explosion am Donnerstagabend beschädigt worden. An zwei geparkten Autos und an zwei weiteren Gebäuden entstanden ebenfalls Schäden. Verletzt wurde niemand. Dulig schrieb weiter: "Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie."

Die genauen Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte ein Sprecher der Polizei. Es bestehe aber der Verdacht einer politisch motivierten Tat. Das Landeskriminalamt ist an den Ermittlungen beteiligt. 

Schon zweiter Angriff auf ein AfD-Büro in Sachsen

Erst Mitte Dezember war das Büro der AfD in Borna, das etwa eine Fahrtstunde von Döbeln entfernt ist, beschädigt worden. Unbekannte warfen laut Polizei eine Mauerabdeckplatte gegen die Fensterscheibe. Im September waren das AfD-Büro in Chemnitz und das Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier in Dresden das Ziel von Anschlägen: Beide Büros waren mit Farbe beschmiert worden.

stern-Redakteur Wigbert Löer sitzt in Jackett und grauem T-Shirt vor einem schwarzen Hintergrund. Er trägt eine siberne Brille
tis / DPA