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Aufhebung der Priorisierung SPD-Vize Midyatli kritisiert Spahns Impfkampagne

Serpil Midyatli
Serpil Midyatli, stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, sieht die Entwicklung der Impfkampagne kritisch. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild
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Vom Wegfall der Impfpriorisierung profitieren vor allem Durchsetzungsstarke, warnt SPD-Vize Serpil Midyatli. Abgehängte Bevölkerungsschichten müssten stärker in den Fokus rücken. Sonst drohe ein ganz anderes Problem.

SPD-Bundesvize Serpil Midyatli hat von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen stärkeren Fokus auf abgehängte Bevölkerungsschichten bei Schutzimpfungen gegen Covid-19 gefordert.

«In den USA können wir sehen, dass die Impfbereitschaft besonders bei jungen Menschen und in sozial benachteiligten Quartieren abnimmt», sagte Midyatli der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist auch nicht allzu verwunderlich, da diese Menschen es gewohnt sind, dass man sich kaum um sie kümmert.»

Derzeit sei der Impfstoff zwar noch knapp, sagte die SPD-Politikerin. «Ein Blick – zum Beispiel in die USA – zeigt aber, dass das nächste große Problem die Impfmüdigkeit sein wird.» Die geplante Aufhebung der Priorisierung komme hauptsächlich gut informierten und durchsetzungsstarken Menschen zugute.

«Deshalb müssen wir auf alle anderen jetzt zugehen, damit sie die Hoffnung nicht verlieren und den Impfstoff in die Quartiere tragen», sagte Midyatli. Viele von diesen Menschen hätten nicht einmal einen Hausarzt. «Denn leider sind ausgerechnet diese Stadtteile vom eklatanten Hausärztemangel am stärksten betroffen.»

dpa

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