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Berliner Pannen-Airport Finanzministerium gegen Platzeck als BER-Kontrolleur


Das Bundesfinanzministerium lehnt den Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck als neuen Aufsichtsratschef der Berliner Flughafengesellschaft ab.

Das Bundesfinanzministerium stellt sich im Zuge des Debakels um den neuen Hauptstadtflughafen BER offenbar gegen das Vorhaben, Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) zum neuen Aufsichtsratschef der Berliner Flughafengesellschaft zu machen. Das Ressort von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wolle einen unabhängigen Experten aus der Wirtschaft als Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Klaus Wowereit (SPD), berichtet das Hamburger Wochenblatt "Die Zeit".

Berlins Regierender Bürgermeister hatte wegen der wiederholten Verzögerungen bei der Eröffnung des Großflughafens seinen Verzicht auf den Posten des Chefkontrolleurs erklärt und Platzeck als seinen Nachfolger genannt. Der Potsdamer Regierungschef ist bislang Stellvertreter Wowereits an der Spitze des Aufsichtsrates. Nun wolle allerdings das Finanzministerium durch einen unabhängigen Experten eine bessere Kontrolle der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft ermöglichen, berichtet die "Zeit".

Dem Unternehmen werden schwere Baumängel an dem Milliardenprojekt zur Last gelegt, sein Technikchef Horst Amann sprach von "grauenhaften" Problemen. Wowereit war unter Druck geraten, weil nach mehrmaligen Verschiebungen auch der zuletzt geplante Eröffnungstermin, der 27. Oktober, geplatzt war.

DPA/AFP DPA

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