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Meinung

Bundestagswahl: Juhu, im September kommt die Ehe für alle!

Mit der nächsten Bundesregierung kommt endlich die Ehe für alle! Schließlich haben das alle Parteien, die mit der CDU eine Koalition eingehen könnten, versprochen. Der Herbst wird dann also wohl die neue Hochzeitssaison für schwule, lesbische und bisexuelle Paare.

Regenbogenflaggen vor der Siegessäule in Berlin - bald gibt es also wirklich, wirklich die Ehe für alle auch in Deutschland

Regenbogenflaggen vor der Siegessäule in Berlin - bald gibt es also wirklich, wirklich die Ehe für alle auch in Deutschland

Liebe Liebespaare!

Ob schwul, ob lesbisch, ob bisexuell: Sind Sie bereit? Haben Sie schon Ihre Anzüge, Kleider, Caterer, Floristen, etwas Altes, Neues, Geliehenes, Blaues beisammen? Legen Sie los, allzu viel Zeit bleibt Ihnen ja nun nicht mehr. Mag jetzt gerade die Saison der schnöden heterosexuellen Hochzeiten sein - ab September ist Ihre Zeit! Dann gibt es die Ehe für alle endlich auch in Deutschland. Das haben die Spitzenkandidaten schließlich versprochen. Sie haben es doch auch gehört?

Mit der nächsten Bundesregierung kommt nun also tatsächlich die Ehe für alle - sofern die konservative CDU keine absolute Mehrheit erhält. Denn nach den Grünen haben nun auch SPD und FDP die Gleichstellung Homosexueller zur Bedingung für eine Koalition festgelegt. Ob es also jetzt eine Koalition aus Rot, Grün, Gelb und nochmal Rot wird (das ist dann ja schon fast ein ganzer Regenbogen!) oder ob man doch noch die CDU an die Hand nehmen muss: Endlich Ehe für jeden, der will.

Zuerst hatten die Grünen auf ihrem Parteitag die vollständige Gleichstellung homosexueller Paare zur Voraussetzung für eine Regierung nach der Bundestagswahl mit egal wem erklärt. Auf dem Parteitag der SPD posaunte Kanzlerkandidat Martin Schulz dann: "Ich werde keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem die Ehe für alle nicht verankert ist." Und sogar Christian Lindner von der FDP will seiner Partei "empfehlen, die #Ehefüralle als Koalitionsbedingung für die Bundestagswahl festzuschreiben". Wollen wir hoffen, dass die Ehe der FDP dann doch mehr ist als ein Hashtag auf Twitter.

Prinziplien, die älter sind als die CDU selbst

Das bedeutet also, liebe Liebenden, dass entweder gleich bloß Parteien an die Macht kommen, die Sie rechtlich mit allen anderen Paaren gleichstellen oder die Union sich im Falle eines Wahlsiegs beugen muss, wenn sie mit jemandem regieren will (gut, mit der AfD koaliert ja ohnehin keiner): Sicher ist so oder so - die Ehe ist ab September also wirklich für alle.

Und das obwohl CDU und CSU bislang zäh und verstaubt konservativ an Prinzipien festhalten, die viel älter sind als CDU und CSU selbst: Die Ehe von Mann und Frau steht unter besonderem Schutz - denn man könnte, wenn man wollte, ja das Kondom weglassen und ein Kind zeugen. "Eine sehr stabile Grundsatzposition" nennt CSU-Chef Horst Seehofer das. Das wird sich nun ändern müssen, wenn ab Herbst in Deutschland irgendjemand Deutschland regieren will. Die CDU plant keine klare Festlegung zur Ehe für alle in ihrem Wahlprogramm, wie es aus Parteikreisen heißt.

Ob dieses unverhandelbare Wahlversprechen der bunten Parteien neben der Union dann zur Verhandlungsmasse wird? Seehofer hat sich jedenfalls schon sehr enttäuscht zu den Forderungen von SPD, FDP und Grünen geäußert. "Wir werden uns jetzt mit der CDU in aller Ruhe unterhalten, wie wir mit diesen Äußerungen umgehen", sagte er am Montag. "Umgehen", sehr witzig, ein Januswort in diesem Kontext. Er bedauere die Forderungen sehr, da aus seiner Sicht so "höchstpersönliche Entscheidungen" nicht Teil einer Parteipolitik werden sollten. 

Na ja, Seehofer hat ja gut reden. Der hat ja schon zweimal geheiratet. Und die Tochter aus seiner außerehelichen Beziehung darf er adoptieren. Hauptsache, Sie sind vorbereitet.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.