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Ergebnis des Wahlkreises 196 liegt vor Nur Zweiter: Hans-Georg Maaßen verpasst Einzug in den Bundestag

CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen
CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen im Bundestagswahlkampf
© Jens Schluter / AFP
Sein Ziel hat er amtlich verpasst: Der frühere Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen zieht nicht in den neuen Bundestag ein. Er landete in seinem Wahlkreis in Thüringen auf dem zweiten Platz.

CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen hat bei der Bundestagswahl 2021 den Einzug in das Parlament verpasst. Im Thüringer Wahlkreis 196 (Suhl / Schmalkalden-Meiningen / Hildburghausen / Sonneberg) erreicht der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz nur 22,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das geht aus dem vom Landeswahlleiter in Thüringen veröffentlichten Ergebnis für den Wahlkreis hervor.

Hans-Georg Maaßen verpasst Einzug in den Bundestag

Die Region im Süden des Freistaats wird in der kommenden Legislaturperiode der SPD-Kandidat und frühere Biathlon-Olympiasieger Frank Ullrich im Bundestag vertreten. Er kann 33,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Auf den Zweitplatzierten Maaßen folgt AfD-Kandidat Jürgen Treutler mit 21,2 Prozent.

Maaßen steht nicht nur bei politischen Gegnerinnen und Gegnern, sondern auch in seiner eigenen Partei massiv in der Kritik. Der 58-Jährige hatte wiederholt mit AfD-nahen Parolen und Positionen für Schlagzeilen gesorgt und sich politisch weit rechts positioniert. Zudem zeigte er eine Nähe zu Verschwörungserzählungen. Um den Einzug Maaßens in den Bundestag zu verhindern, hatten unter anderem auch die Grünen dazu aufgerufen, den SPD-Kandidaten zu wählen. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hatte es im gesamten Wahlkampf vermieden, auf Distanz zum umstrittenen Ex-Verfassungsschutzchef und Mitglied der "Werte-Union" zu gehen. Maaßen sprach am Sonntagabend von einer "schweren Niederlage".

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach freute sich hingegen über das Ergebnis. "Es wird heute noch viel zu feiern geben", twitterte er. Die Niederlage Maaßens gehöre dazu. "Wir haben das Grauen des Nationalsozialismus nicht vergessen und bekämpfen alle neuen Anfänge."

CDU im Wahlkreis 196 nur drittstärkste Kraft

Bei den Zweitstimmen im Wahlkreis 196 liegt die CDU sogar nur auf dem dritten Rang. Die Partei erreicht lediglich 16,5 Prozent. Gewonnen hat dort die AfD mit 26,4 Prozent. Die SPD erreicht 25,1 Prozent.

Insgesamt waren in den 418 Wahlbezirken des Wahlkreises 230.083 Menschen wahlberechtigt. 74,4 Prozent machten von ihrem Recht Gebrauch (171.118 Wählerinnen und Wähler).

Alle aktuellen Hochrechnungen, die Ergebnisse aus den Wahlkreisen, die mögliche Sitzverteilung im kommenden Bundestag und einen Koalitionsrechner finden Sie in den interaktiven stern-Wahlgrafiken.

Quelle: Landeswahlleiter Thüringen, Karl Lauterbach bei Twitter, Nachrichtenagentur AFP

wue

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