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Kritik vom Ford-Betriebsrat Bundeswehr nutzt Stellenabbau bei Ford für "respektlose" Job-Anzeige

"Respektlos": Kritik an Bundeswehr-Anzeige zu Stellenabbau bei Ford
Ein Mann betrachtet die Bundeswehr-Anzeige auf der Titelseite einer Zeitung
© Oliver Berg / DPA
Die Bundeswehr wirbt mit einer Job-Anzeige, die auf den Stellenabbau beim Autobauer Ford anspielt. Der Betriebsrat ist verärgert, das Verteidigungsministerium wolle "eine berufliche Perspektive" anbieten.

Der Betriebsrat von Ford Europa kritisiert die Bundeswehr für eine Zeitungsanzeige, die auf den drohenden Stellenabbau im Kölner Autowerk anspielt. Auf der Titelseite einer Kölner Boulevardzeitung hatte die Bundeswehr eine Anzeige mit dem Text "Job Fort? Mach, was wirklich zählt" platziert. Das Wort "Fort" wurde dabei dem Ford-Logo nachempfunden. "Das ist absolut unangemessen und respektlos", sagte Martin Hennig, Betriebsratschef von Ford Europa: "Die Bundeswehr instrumentalisiert auf geschmacklose Weise Schicksale für Werbezwecke". 

"Bundeswehr will eine berufliche Perspektive anbieten"

Eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, man wolle niemanden beleidigen: "Die Bundeswehr will Menschen, die von Stellenabbau betroffen sind, eine berufliche Perspektive in Uniform oder in unserem zivilen Bereich anbieten." So habe man auch vor dem VW-Werk in Wolfsburg für die Bundeswehr geworben. Dort habe auf einem Plakat der Spruch "Einen Job fürs Volk wagen" gestanden. Bei Ford in Köln und in Saarlouis sollen demnächst 5400 Stellen über Abfindungen und Frühverrentungen wegfallen.

fs DPA

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