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Bundesverteidigungsministerium Bundeswehr startet "Freiwilligendienst für Heimatschutz" – und erntet Kritik

Sehen Sie im Video: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer stellt "Freiwilligendienst für Heimatschutz" vor.




Mit diesen Bildern wirbt die Bundeswehr für den neuen Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz - unter dem Motto "Dein Jahr für Deutschland." Sieben Monate soldatische Ausbildung, dann fünf Monate Reservistendienst verteilt über einen Zeitraum von sechs Jahren. Vorgesehen sind da laut Bundeswehr etwa Übungen und Einsätze zum Beispiel bei Naturkatastrophen. Am Dienstag gab Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin den Startschuss. "Wir sind auf diese Idee gekommen, weil wir zum einen feststellen, dass es viele junge Menschen gibt, die sich durchaus für die Bundeswehr interessieren, die sich aber nicht so fest an die Bundeswehr binden wollen, wie das im normalen Freiwilligendienst der Fall ist, der ja auch entsprechende oder in den anderen Diensten mit binden wollen, die auch z.B. entsprechende Auslandsverpflichtungen mit sich bringen. Und wir stellen fest, dass wir in Deutschland gerade in der jüngeren Generation durchaus das Bedürfnis haben, dem Land und den Menschen in diesem Land etwas zurückzugeben und sich zu beteiligen." Kritik am Begriff Heimat will die Ministerin nicht gelten lassen. "Ganz sicherlich gehört zur Heimat Bundesrepublik Deutschland Freiheit, Demokratie und Vielfalt. Und die Bundeswehr hat sich in ihrer Gänze dazu verpflichtet, diese Freiheit, diese Demokratie, diese Vielfalt zu schützen. Und wir haben diesen Dienst bewusst Heimat und Heimatschutz genannt, und ich will sagen, das ist eine bewusste Entscheidung und es ist auch kein Fehler, diesen Dienst so zu nennen. Ein Fehler war es, dass wir in der Vergangenheit den Begriff Heimat, der uns allen am Herzen liegt, diesen Begriff einfach den Rechten in diesem Land zu überlassen, die damit auch einen Missbrauch treiben. Und es wird Zeit, dass wir diesen Begriff wieder in die demokratische Mitte holen und dass wir ihn zurückerobern, wenn Sie so wollen. Und deswegen war das eine sehr bewusste politische Entscheidung. Und ich freue mich." "Wir haben diesen Dienst bewusst Heimat und Heimatschutz genannt..." Vor jeder Einstellung werde es auch im Freiwilligendienst eine Sicherheitsüberprüfung geben. Vorher werde keine qualifizierte Waffenausbildung stattfinden. Rechte Umtriebe, so die Ministerin, werde man auch hier nicht dulden. Kritik kam vom katholischen Wohlfahrtsverband Caritas. Freiwilligendienst sei ein Vorrecht der Zivilgesellschaft und nicht des Staates.
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Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) hat den "Freiwilligendienst für Heimatschutz" vorgestellt. Sie nutzte die Gelegenheit gleich, um auf Kritik zu antworten.

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