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Corona-PK im Video Lockdown-Verschärfung: So erklärt Merkel die neue erweiterte Maskenpflicht

Sehen Sie im Video: Corona-Lockdown wird verlängert und verschärft – Merkel erklärt neue erweiterte Maskenpflicht.




Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin: "Zu den Beschlüssen im Einzelnen will ich hier hervorheben, dass wir uns zuerst einmal darauf geeinigt haben, dass wir alle Maßnahmen, die bis zum 31. Januar befristet waren, bis zum 14. Februar verlängern müssen. Das ist natürlich ein gewaltiger Schritt und wir wissen auch, was das für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für andere bedeutet. Zweitens bleibt es bei der Art der privaten Zusammenkünfte, die erlaubt sind. Also einen Hausstand mit einer weiteren, nicht zum Hausstand gehörenden Person. Wir weisen aber daraus darauf hin, dass es infektiologisch dann am besten ist, wenn die Zahl der Personen, mit denen man sich trifft, eine kleine ist und möglichst konstant ist, damit sozusagen nicht immer wieder Kontakte und Infektionsketten entstehen können. Wir erweitern die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken, also OP-Masken oder Masken von der Qualität FFP2 oder KN95N95, um eine höhere Schutzwirkung zu haben. Das gilt für die öffentlichen Verkehrsmittel und für die Geschäfte. Verbindliche Pflicht also, das zu tragen. Und generell wird auch in Situationen, wo ein engerer oder längerer Kontakt ist zu anderen Personen, die Nutzung medizinischer Masken angeraten. Das Ziel von uns ist, die Kontakte im öffentlichen Personennahverkehr so zu reduzieren, dass das Fahrgastaufkommen deutlich zurückgeht, dass in der Regel die Abstände gewahrt werden können. Und wie wollen wir dieses Ziel erreichen? Einmal durch weitgehende Nutzung von Home-Office Möglichkeiten. Hier sind wir weit hinter den Werten, die wir im März hatten des vergangenen Jahres zurück. Indem wir alles tun, um das Fahrgastaufkommen zu entzerren in den Stoßzeiten des Beruf- und Schülerverkehrs und eben ergänzend die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken. Wir haben lange gerungen um das, was im Bereich Kinder und Schule notwendig ist. Wir alle wissen, dass es unglaubliche Einschränkungen mit sich bringt für die betroffenen Kinder, für die betroffenen Eltern. Aber es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass die Mutation B.1.1.7 des Sars-CoV2-Virus sich auch stärker unter Kindern und Jugendlichen verbreitet, als das bei dem bisherigen Virus der Fall ist. Und diese Hinweise müssen wir ernst nehmen. Und deshalb verweisen wir noch einmal auf den Beschluss vom 13. Dezember 2020. Wir müssen Ihnen bis zum 14. Februar 2021 verlängern. Und wir müssen auf eine restriktive Umsetzung dieses Beschlusses dringen. Darauf haben wir uns auch geeinigt nach langer Diskussion. Danach bleiben die Schulen grundsätzlich geschlossen bzw. die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. Und in Kindertagesstätten wird analog verfahren."
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Bund und Länder haben sich darauf verständigt, den zunächst bis Ende Januar befristeten Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. Kanzlerin Merkel sprach von einem "gewaltigen Schritt".

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