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Die Morgenlage: Mehr als in China: USA haben jetzt weltweit die meisten Corona-Infizierten

Corona-Angst lässt Online-Lebensmittelhandel boomen +++ Mehr als 1700 Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte +++ Bundesrat will Corona-Hilfen beschließen +++ Die Nachrichtenlage am Freitagmorgen.

Coronavirus in den USA: stern-Korrespondent Nicolas Büchse kommentiert die Lage in New York

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

in der Coronakrise steigt weltweit die Zahl der Infizierten. Mittlerweile hat sie nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bereits die Marke von einer halben Million Menschen überschritten. Trauriger neuer Spitzenreiter bei der Zahl der Erkrankten sind demnach die USA. Dort sind nun bereits mehr Menschen mit Sars-CoV-2 als in China.

Die Schlagzeilen zum Start in den  Tag:  

USA haben weltweit die höchste Infektionszahl

Laut den aktuellen Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität sind die Vereinigten Staaten inzwischen das Land mit den meisten Coronavirus-Infektionen weltweit und haben damit China abgelöst. Demnach sind in den USA 82.404 Infizierte bestätigt, das ist fast eine Verdopplung im Vergleich zum Wochenstart. In China liegt die Zahl der gemeldeten Infektionen derzeit bei fast 82.000 Fällen, die Ausbreitung des Virus ist dort jedoch inzwischen ausgebremst. China hat nach Aufstellung der US-Experten rund 3300 Tote durch das Virus verzeichnet.

Weltweit haben sich den Angaben zufolge bereits mehr als eine halbe Million Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Bei mehr als 510.000 Menschen rund um den Globus ist laut der Universität eine solche Infektion bestätigt. Rund 23.000 Menschen starben demnach inzwischen nachweislich an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19. Die Webseite der US-Forscher wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher in der Regel einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Corona-Angst lässt Online-Lebensmittelhandel boomen

Die Angst vor dem Coronavirus sorgt für einen Boom im Online-Lebensmittelhandel in Deutschland. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur berichteten alle befragten Online-Anbieter über eine stark erhöhte Nachfrage. Die Folge: Wer heute im Internet Lebensmittel oder Hygieneartikel bestellt, muss bis zu zwei Wochen auf die Lieferung warten.

Mehr als 1700 Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte

Die Behörden haben im vergangenen Jahr einem Medienbericht zufolge mehr als 1700 Straftaten gegen Flüchtlinge und Asylbewerberunterkünfte registriert. Es seien 1620 Übergriffe auf Geflüchtete verzeichnet worden, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. 229 Menschen seien bei den Attacken verletzt worden. 128 weitere Übergriffe richteten sich demnach gegen Flüchtlingsunterkünfte - 118 davon seien laut Bundesregierung auf das Konto von Rechtsextremisten gegangen.

Indy 500 in den August verschoben

Sportfans müssen dieses Jahr besonders tapfer sein. Immerhin wird aber nicht jedes Großereignis abgesagt: Das legendäre Autorennen Indy 500 zum Beispiel kann zwar wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant am 24. Mai stattfinden, doch es gibt bereits einen Ersatztermin: Die Veranstalter gaben eine Verschiebung der Veranstaltung mit traditionell mehreren 100.000 Besuchern auf dem Rundkurs in Indianapolis auf den 23. August bekannt. Das 500-Meilen-Rennen wird seit 1911 ausgerichtet. Es ist Teil der IndyCar-Serie, dem US-Pendant zur Formel 1.

Basketballsuperstar Curry interviewt Corona-Experten

Sogar Ex-Präsident Barack Obama verfolgte das Interview: Basketballsuperstar Stephen Curry hat dem Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten und Berater von US-Präsident Donald Trump in der Coronakrise, Anthony Fauci, auf Instagram in einem Livestream viele Fragen zur Pandemie gestellt. Der 32 Jahre alte Spieler der Golden State Warriors wollte unter anderem wissen, wann man wieder über große Sportveranstaltungen sprechen könne, fragte aber auch nach korrekten Verhaltensweisen und ob die ganzen Maßnahmen nicht übertrieben sind. Faucis Antwort darauf war deutlich: "Nein. Wir übertreiben nicht." Das Virus sei sehr ansteckend und gefährlich.

Das wird heute wichtig: 

Bundesrat will Corona-Hilfen beschließen

Die Länderkammer will endgültig das gewaltige Hilfsprogramm in der Coronakrise beschließen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Dem Vernehmen nach will der Bundesrat alle Gesetze in einer Sitzung ohne Redebeiträge zügig durchwinken. Die ersten Hilfen sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen. 50 Milliarden sollen alleine kleinere Unternehmen und Selbstständige bekommen, Konzerne können unter einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm schlüpfen.

Verkehrsminister tagen zum Warenverkehr

Um sich über Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Verkehr auszutauschen, schalten sich die Verkehrsminister der Länder und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) um 10.30 Uhr zusammen. Dabei soll es auch darum gehen, wie der Warenverkehr trotz verstärkter Grenzkontrollen sichergestellt werden kann. Außerdem geht es die Versorgung der Lkw-Fahrer an den Bundesautobahnen, die wirtschaftlichen Folgen für den Luftverkehr und für Verkehrsunternehmen.

Prozess wegen mutmaßlicher Ermordung eines kleinen Jungen

In Essen wird der Prozess gegen den Vater eines Zweijährigen fortgesetzt. Dem Mann wird vorgeworfen, für den Tod des Kindes im Juli 2019 verantwortlich zu sein. Der Junge war in seinem Kinderzimmer an einem Hitzeschock gestorben. Er war völlig ausgetrocknet, die Türklinke war abmontiert.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag! Bleiben Sie gesund! 

Ihre stern-Redaktion

mad / nik / DPA / AFP