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Reaktion auf Magnitz: Dunja Hayali twittert nach Angriff auf AfD-Politiker: "Gewalt bleibt Gewalt"

Journalistin Dunja Hayali beendet ihre Urlaubspause von Twitter und äußert sich nach dem Angriff auf AfD-Politiker Frank Magnitz. Sie mahnt dazu, Ermittlungen abzuwarten, die auf Fakten basieren.

Dunja Hayali auf Twitter: "Meine Seite, meine Denkweise, meine Meinung, mein Blickwinkel"

Dunja Hayali auf Twitter: "Meine Seite, meine Denkweise, meine Meinung, mein Blickwinkel"

DPA

Journalistin Dunja Hayali hat sich auf Twitter zu dem Angriff auf den AfD-Abgeordneten Frank Magnitz geäußert. Sie schrieb am Donnerstag: "laut Video kein Kantholz, keine Tritte, kein Eingreifen von Handwerker während Tat, sondern danach." Dabei verwies sie auf ein der Polizei vorliegenden Überwachungsvideo, auf dem "kein solcher Schlaggegenstand" gesehen wurde. Die AfD blieb trotzdem bei ihrer Darstellung, dass Magnitz mit einem Gegenstand wie einem Kantholz geschlagen worden sei, obwohl das laut Staatsanwaltschaft durch diese Videoaufnahmen eindeutig zu widerlegen ist.

"Gewalt bleibt Gewalt, Instrumentalisierung bleibt Instrumentalisierung"

Weiter schrieb Hayali in ihrem Tweet: "Gewalt bleibt Gewalt. Instrumentalisierung bleibt Instrumentalisierung. Recherche bleibt Recherche. Ermittlung bleibt Ermittlung. Wahrheit bleibt Wahrheit."

 

Über 350 Kommentare sammelten sich bisher unter dem Tweet, in denen die Journalistin mit diskutiert. Einige Nutzer warfen ihr vor, die Tat durch "Details der Gewalttat" zu "relativieren". In einem zweiten Tweet bezieht sie sich auf diese Diskussion und schreibt: "Strange, wie vielen hier Aufklärung der Tat/Fakten egal sind. Wer jetzt darauf verweist, dass laut Video beispielsweise kein Kantholz benutzt worden sei, 'verharmlost' oder 'redet Tat klein". Das sieht Hayali anders: "In einem Rechtsstaat spielen Tathergang, Motiv, Täter, etc. nun mal eine Rolle."

 

Die Äußerungen zum Fall Magnitz markierten Hayalis Comeback auf Twitter nach einer urlaubsbedingten Auszeit. Die Journalistin setzte ihren ersten Tweet zu Magnitz am Dienstag ab, mit den Worten: "Gewalt ist immer sch**ß*." 

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Der AfD-Landesparteichef und Bundestagsabgeordnete Magnitz war der Polizei zufolge am Montagabend in Bremen von hinten von einem Mann angesprungen worden. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung.

Videomaterial aus dem Überwachungsvideo soll am Freitag von der Polizei zu Fahndungszwecken veröffentlicht werden.

she/dpa