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Einigung am Runden Tisch: Essener Tafel will Ausländer schon bald wieder aufnehmen

Der Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel erhitzte über Wochen die Gemüter, sogar Kanzlerin Angela Merkel mischte sich in die Debatte ein. Nun kam ein runder Tisch zu dem Ergebnis, dass die Maßnahme in wenigen Wochen wieder beendet werden soll.

Essener tafel - Aufnahmestopp - Ausländer

Jörg Sartor (l.), Vorsitzender des Tafel-Trägervereins, hatte mit seiner Entscheidung, vorübergehend keine Ausländer als Neukunden anzunehmen, eine bundesweite Debatte ausgelöst

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Die Essener Tafel wird den umstrittenen Aufnahmestopp für Ausländer voraussichtlich Ende März aufheben. "Wir gehen davon aus, dass es in zwei, drei Wochen so sein wird, Ende des Monats", sagte der Vorsitzende des Tafel-Trägervereins, Jörg Sartor, der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Der Aufnahmestopp sei von vornherein als eine vorübergehende Maßnahme für sechs bis acht Wochen, maximal drei Monate, geplant gewesen. "Die Zahlen haben sich ins Gleichgewicht bewegt. Sie werden zum Ende des Monats ein für uns akzeptables Verhältnis haben, davon gehen wir aus", erklärte Sartor. 

Die Stadt Essen informierte am Sonntag über einen Runden Tisch mit Vertretern des Vereins Essener Tafel, der Essener Wohlfahrtsverbände sowie des Verbundes Essener Migrantenselbstorganisationen, der am Freitag tagte. "Im Verlauf des Gesprächs haben sich alle beteiligten Organisationen und Verbände darauf verständigt, die derzeitigen vorübergehend eingeführten Beschränkungen schnellstmöglich aufzuheben", hieß es in einer Mitteilung. 

Entscheidung der Essener Tafel löste bundesweite Debatte aus

Seit dem 10. Januar nimmt die Essener Tafel keine Ausländer mehr als Neukunden an. Die Entscheidung des Vereins, bedürftigen Ausländern neue Bezugskarten für Lebensmittel vorerst zu verwehren, sorgte bundesweit für heftige Debatten auch um die Sozialpolitik.

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mod / DPA