HOME

Neue Zahlen: Etwas weniger Angriffe auf Flüchtlinge in Deutschland

Gefährliche Körperverletzung, schwere Brandstiftung, Sachbeschädigung, Volksverhetzung: Das Innenministerium hat aktuelle Zahlen zu Übergriffen auf Flüchtlinge herausgegeben.

Vor der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) steht ein Polizeifahrzeug.

In Deutschland hat es im ersten Halbjahr von 2018 weniger Angriffe auf Flüchtlinge gegeben (Symbolbild)

Picture Alliance

Die Zahl der Angriffe auf in Deutschland ist leicht zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2018 gab es 627 Übergriffe auf Flüchtlinge außerhalb von Flüchtlingsunterkünften und 77 Attacken auf Unterkünfte. Dabei wurden 120 Menschen verletzt. 

Das hat das Innenministerium auf Anfrage der Linken mitgeteilt, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Im ersten Halbjahr 2017 langen die Zahlen allesamt ein bisschen höher. Dort hatte es 642 Übergriffe auf Asylbewerber außerhalb von Flüchtlingsunterkünften gegeben und 153 Angriffe auf Unterkünfte. 123 Menschen wurden verletzt. Im Gesamtjahr 2017 wurden Flüchtlinge und Unterkünfte in mehr als 2200 Fällen angegriffen, 2016 waren es noch mehr als 3500.

"Unerträglicher Zustand des Alltagsrassismus"

Zu den Delikten in diesem Jahr zählen unter anderem gefährliche Körperverletzung, schwere Brandstiftung, Sachbeschädigung, Volksverhetzung und Beleidigung. "Auch wenn ich mich generell über den Rückgang der Zahlen seit 2016 freue, ist das ein unerträglicher Zustand des Alltagsrassismus und rechter Gewalt", sagte die Linke-Innenexpertin Ulla Jelpke den Funke-Zeitungen.



she / dpa