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Feierlicher Appell: 400 Bundeswehrrekruten legen Gelöbnis vor dem Reichstag ab

Junge Soldatinnen und Soldaten legen im Zentrum von Berlin öffentlich ihr Gelöbnis ab. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nennt ihren Dienst «unverzichtbar».

Gelöbnis in Berlin

Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr beim großen öffentlichen Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude. Foto: Michael Kappeler/dpa

Bei einem feierlichen Gelöbnis von Bundeswehrrekruten vor dem Reichstagsgebäude hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Notwendigkeit einer wehrhaften Demokratie bekräftigt.

«Die Bundeswehr verteidigt Deutschland gegen äußere Bedrohungen», sagte die CDU-Politikerin. Sie sei zugleich ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft. Sie dankte den jungen Soldaten für ihren Entschluss zum Dienst in den Streitkräften.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, die Entscheidung der Soldaten sei ein mutiges Versprechen, im Notfall auch zu kämpfen. Das Parlament entscheide darüber nie leichtfertig. Deutschland dürfe sich aber auch nicht wegducken.

Mit einem feierlichen Appell legten etwa 400 Rekruten der Bundeswehr vor dem Reichstag ihr Gelöbnis ab. Das Verteidigungsministerium wollte mit der Veranstaltung ein Zeichen für ihre Verankerung in der Gesellschaft setzen.

In Berlin fand zuletzt am 20. Juli 2013 ein öffentliches Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude statt. In früheren Jahren hatte es in Deutschland immer wieder Proteste und Störungen bei Gelöbnissen gegeben. Kritiker erklärten, es werde Militarismus öffentlich zur Schau gestellt.

Insgesamt waren in Deutschland am Dienstag zum Gründungstag der Bundeswehr sechs feierliche Gelöbnisse geplant. Am 12. November 1955 hatte der erste Verteidigungsminister der Bundesrepublik, Theodor Blank, den ersten 101 Freiwilligen der Bundeswehr ihre Ernennungsurkunden überreicht.

dpa