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Studie zu Talkshow-Auftritten: AfD-Chefin Petry macht die meisten Falschaussagen

Frauke Petry liegt in einem Ranking ganz vorn: Die AfD-Chefin macht mit Abstand die meisten Falschaussagen in Talkshows. Das haben Journalistenschüler jetzt in einer Studie herausgefunden.

AfD-Chefin Frauke Petry

Unrühmliche Spitzenreiterin: AfD-Chefin Frauke Petry nimmt es mit der Wahrheit offenbar nicht immer so genau

"Anne Will", "Hart aber fair", "Maybrit Illner" oder "Menschen bei Maischberger": Kaum ein Tag vergeht in Deutschlands TV-Landschaft, an dem Spitzenpolitiker verschiedener Parteien nicht ihre Sichtweisen zum Besten geben. Dass es die Volksvertreter bei ihren verbalen Schlagabtäuschen häufig nicht so genau nehmen mit der Wahrheit, wollen Volontäre der Kölner Journalistenschule (KJS) nun herausgefunden haben. So soll jede siebte in einer der oben genannten Talkshows geäußerte Behauptung nicht den Fakten entsprechen. Eine Politikerin lag mit ihren getätigten Aussagen der Studie zufolge besonders oft daneben: AfD-Chefin Frauke Petry.

In ihrem viermonatigen Projekt "Faktenzoom" hatten die Journalistenschüler rund 702 Aussagen notiert. Die Hälfte davon unterzogen sie anschließend einem Faktencheck. Das Ergebnis: Der deutliche Großteil entsprach tatsächlich der Wahrheit (70,9 Prozent). Weitere 15,1 Prozent waren immerhin "überwiegend wahr". Auf die Kategorien "überwiegend falsch" und "falsch" entfielen demnach 6,6 Prozent beziehungsweise 7,4 Prozent.

Petry sagt in drei von zehn Fällen nicht die Wahrheit

Negative Spitzenreiterin war der Untersuchung zufolge AfD-Politikerin Frauke Petry, die bei drei Auftritten in den Polittalks in 28,9 Prozent ihrer überprüfbaren Aussagen daneben lag. Etwas mehr als jedes fünfte Mal nahm es der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) nicht so genau mit der Wahrheit. Die Journalistenschüler enttarnten 21,9 Prozent seiner überprüfbaren Behauptungen als falsch. 

Den Aussagen Achim Laschets können die Zuschauer demnach am meisten Glauben schenken. Mit "nur" 6,5 Prozent Falschaussagen landete der CDU-Politiker vor SPD-Bundesfraktionschef Thomas Oppermann (9,1 Prozent) und Christian Lindner von der FDP (12,5 Prozent). 

Die KJS-Schüler wiesen in ihrem Bericht daraufhin, dass "der Anteil falscher Aussagen zwar einen Hinweis darauf gibt, ob ein Politiker es mit der Wahrheit genau nimmt oder eben nicht". Ein Vergleich untereinander sei wegen der unterschiedlichen Datengrundlage aufgrund der unterschiedlichen Anzahl von Auftritten jedoch "nur mit Vorsicht möglich". Auch betonen sie, dass sie keinem der Untersuchten eine Lüge, also eine mit Absicht getätigte Falschaussage unterstellen möchten.

Alle Ergebnisse ihres Projekts haben die Journalistenschüler auf der Seite "Faktenzoom.de" veröffentlicht. Dort geben sie ebenso einen Einblick in ihre Recherchemethoden und listen auch alle getätigten Aussagen der Politiker in einer Tabelle auf. 

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mod