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Aussteiger berichtet: Der IS ist in Europa viel enger vernetzt als bisher angenommen

Der IS baut sein globales Netzwerk an Kämpfern und Killern weiter aus - auch und gerade in Europa. Dies bestätigt ein deutscher Ex-Dschihadist: Hunderte Kämpfer aus Europa seien nach der Ausbildung in Syrien bereits wieder zurückgeschickt worden.

IS in Deutschland: Harry S. bei seinem Prozess in Hamburg

Ex-Dschihadist Harry S., hier beim Prozess in Hamburg im Juni, hatte sich der Terrormiliz IS angeschlossen und wurde zu drei Jahren Haft verurteilt

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Informationen der "New York Times" in Europa womöglich viel enger vernetzt als bislang angenommen. Die US-Zeitung veröffentlichte am Donnerstag Ergebnisse ihrer Auswertung tausender Seiten von Dokumenten deutscher und anderer europäischer Sicherheitsbehörden sowie eines Interviews mit dem in Bremen inhaftierten Ex-Dschihadisten Harry S. Demnach werden die IS-Auslandsmissionen von der Geheimdiensteinheit Emni unter Leitung des IS-Propagandachefs Abu Muhammad al-Adnani gesteuert.

S. berichtete in dem Interview, der IS habe "hunderte" Kämpfer aus Europa dorthin zurückgeschickt. Ihm sei auch gesagt worden, dass es in Europa ein Netzwerk von Mittelsmännern gebe, das vor allem aus neu zum Islam konvertierten Anhängern bestehe. Diese stellten die Verbindung zwischen Extremisten, die zu Anschlägen bereit seien, und anderen IS-Dschihadisten, die ihnen dafür Anweisungen geben könnten, her. Diese Instruktionen reichten vom Bau einer Bombenweste für Selbstmordattentate bis hin zur propagandistischen Ausschlachtung der IS-Anschläge.

IS in Europa: Zwei Männer spielen zentrale Rolle

Nach den Informationen der "New York Times" spielen bei den IS-Operationen in Europa zwei Männer mit den Decknamen Abu Souleymane und Abu Ahmad eine zentrale Rolle. Souleymane sei französischer Staatsbürger, Ahmad solle Syrer sein. Die beiden Männer, die als Stellvertreter von al-Adnani gelten, sollen dafür zuständig sein, die Attentäter auszuwählen und ihre Rückreisen nach Europa zu finanzieren.

S. beschrieb, wie er nach seiner Ankunft in Syrien vom IS-Geheimdienst vernommen wurde. Ein maskierter Mann habe ihm gesagt, dass die Organisation zwar in Europa bereits gut installiert sei, aber noch Kämpfer in Deutschland und Großbritannien brauche. "Sie sagten: 'Würde es dir etwas ausmachen, nach Deutschland zurückzukehren, denn das ist das, was wir derzeit brauchen?'."

Ihm sei auch gesagt worden, dass der IS viele Angriffe gleichzeitig in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ausführen wolle. S. weigerte sich nach eigener Schilderung jedoch, nach Deutschland zurückzukehren, und wurde stattdessen in einer Spezialeinheit des IS ausgebildet, die ebenfalls al-Adnani unterstehe. Der Häftling berichtete auch, wie das Propagandavideo zustande kam, durch das er bekannt wurde. S. schwenkt darin die schwarze Fahne des IS, und syrische Gefangene werden von deutschen Dschihadisten erschossen. Einer der an der Exekution beteiligten Männer habe sich ihm zugewandt und gefragt: "Wie habe ich ausgesehen? Habe ich gut ausgehen, so wie ich die Hinrichtung gemacht habe?"

Ex-Dschihadist Harry S.: Drei Jahre Haft

S. sagte, er habe am IS während seines Kampftrainings zu zweifeln begonnen, als er gesehen habe, wie brutal mit Männern umgegangen worden sei, die nicht mithalten konnten. Er ergriff schließlich die Flucht und wurde bei seiner Rückkehr nach Bremen im Juli vergangenen Jahres am Flughafen mitgenommen. Er verbüßt derzeit eine dreijährige Haftstrafe.

Interview mit Harry S. im Sat.1-Frühstücksfernsehen:

tim / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(