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Medienbericht: Seehofer holt abgesägte Bamf-Chefin Cordt in sein Ministerium

Als Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hat Horst Seehofer sie im Juni entlassen. Nun stellt er Jutta Cordt im Bundesinnenministerium wohl wieder ein. Ihr neuer Job hat aber nichts mit Flüchtlingen zu tun.

Video: Ex-BAMF-Chefin Cordt wechselt angeblich ins Innenministerium

Die ehemalige Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, soll sich einem Medienbericht zufolge künftig im Bundesinnenministerium um Digitalisierungsthemen kümmern. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, fällt Cordt damit von der B9-Besoldung um drei Stufen auf die B6-Besoldung für Unterabteilungsleiter in Ministerien. Das bedeute einen Gehaltsverlust von 1700 Euro. Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen hingegen soll nach seinem geplanten Wechsel als Sonderberater für europäische und internationale Fragen im Innenministerium seine Bezüge in Höhe von rund 11.577 Euro behalten.

Jutta Cordt kümmert sich um Digitalisierung

"Es ist beabsichtigt, dass Frau Cordt in das BMI wechselt und im Rang einer Ministerialdirigentin Aufgaben im Bereich der Digitalisierung wahrnimmt", zitiert das Blatt einen Ministeriumssprecher. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Cordt im Juni auf dem Höhepunkt der Krise um das überlastete Bundesamt entlassen. Dabei spielte auch die Affäre um die Außenstelle in Bremen eine Rolle, wo in zahlreichen Fällen zu Unrecht Asyl gewährt worden sein soll. Zum neuen Chef der obersten Flüchtlingsbehörde machte Seehofer den Asylexperten aus dem bayerischen Innenministerium, Hans-Eckhard Sommer.

tkr / DPA / AFP