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Krise in Thüringen: Ramelow nennt Lindner-Vorschlag eine Zumutung

Erfurt - Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht in der Wahl eines unabhängigen Kandidaten oder einer Expertenregierung keinen gangbaren Weg aus der Thüringen-Krise. «Es wäre gut, wenn die Berliner Parteizentralen jetzt mal stiller wären», sagte Ramelow.

Bodo Ramelow

«Es wäre gut, wenn die Berliner Parteizentralen jetzt mal stiller wären», sagt Bodo Ramelow. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht in der Wahl eines unabhängigen Kandidaten oder einer Expertenregierung keinen gangbaren Weg aus der Thüringen-Krise. «Es wäre gut, wenn die Berliner Parteizentralen jetzt mal stiller wären», sagte Ramelow.

Als Zumutung bezeichnete der Linke-Politiker, dessen Partei die Landtagswahl gewonnen hatte, einen Vorstoß von FDP-Chef Christian Lindner. Der Liberale hatte als Erster einen Übergangs-Regierungschef für Thüringen ins Gespräch gebracht.

Am lautesten seien derzeit die Vertreter der Parteien, die einen Anteil daran hätten, dass es am 5. Februar bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen zum Desaster gekommen sei. Ramelow: «Manche Ratschläge sind wie Schläge». Mit einer Stimme mehr als Ramelow war der FDP-Politiker Thomas Kemmerich Ministerpräsident geworden. Dass er nur mit Stimmen der AfD ins Amt kam, sorgte für ein politisches Beben in Deutschland.

dpa