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Landesliste für Bundestagswahl: Kristina Schröder verzichtet auf Spitzenkandidatur

Die Familienministerin wird bei der Bundestagswahl nur auf dem zweiten Listenplatz für die Hessen-CDU kandidieren. Grund ist ein parteiinterner Krach um die Homo-Ehe.

Wegen des parteiinternen Streits um die Gleichstellung homosexueller Paare zieht Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) nicht als Spitzenkandidatin der Hessen-CDU in den Wahlkampf.

Der zuständige Wahlvorbereitungsausschuss nominierte die 35-Jährige bei einer Sitzung am Donnerstag in Wiesbaden für den zweiten Listenplatz. Auf Platz eins wird nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung der frühere Verteidigungsminister Franz-Josef Jung bei der Bundestagswahl für die Hessen-CDU antreten. Schröder teilte dazu mit, sie respektiere, dass ihre Haltung zur Homo-Ehe nicht die Mehrheitsmeinung ihres hessischen Landesverbands sei. Ihre Position zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften vertrete sie bereits seit Jahren und bitte deshalb auch "um Respekt, dass ich deshalb auch nicht als Spitzenkandidatin der hessischen CDU für die Bundestagswahl antreten wollte".

In der CDU tobt bereits seit längerem ein Streit um die völlige Gleichstellung homosexueller Paare; diese wird vor allem bei der Steuer und beim Adoptionsrecht derzeit noch abgelehnt. Zuletzt hatte sich Berichten zufolge beim Adoptionsrecht aber in der Parteispitze ein Kurswechsel angedeutet.