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Landtagswahl in Thüringen: Vorläufiges amtliches Endergebnis: Grüne und FPD knapp im Landtag

Thüringen hat einen neuen Landtag gewählt. Insgesamt waren rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. So lief der Wahlabend.

Nach der Wahl: Thüringen vor schwieriger Regierungsbildung

Die Linke ist bei der Landtagswahl in Thüringen erstmals stärkste Kraft in einem Bundesland geworden. Es zeichnet sich aber eine schwierige Regierungsbildung ab. CDU und FDP erteilten einer Koalition mit der Linken vorerst eine Absage. 

Die CDU, die bis 2014 den Regierungschef in Erfurt stellte und bislang in dem Land immer vorne lag, stürzte auf ihr historisch schlechtestes Ergebnis – und landete sogar noch hinter der AfD auf Platz drei.

+++ Hochrechnungen, die künftige Sitzverteilung im thüringischen Landtag und einen Koalitionsrechner finden Sie ab hier. +++

Lesen Sie im stern-Ticker noch einmal die Entwicklungen des Wahlabends nach:

+++ 23.55 Uhr: Vorläufiges Amtliches Endergebnis: Grüne und FDP knapp im Landtag +++

Bei der Landtagswahl in Thüringen ist die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow mit einem Rekordergebnis von 31 Prozent erstmals bei einer Wahl stärkste Kraft geworden. Auf Platz zwei landete bei dem Urnengang am Sonntag mit 23,4 Prozent die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Björn Höcke, gefolgt von der CDU um ihren Spitzenkandidaten Mike Mohring mit 21,8 Prozent, wie die Landeswahlleitung nach Auszählung aller Wahlkreise mitteilte. Die SPD erreichte 8,2 Prozent, während Grüne und FDP mit 5,2 beziehungsweise fünf Prozent knapp den Einzug in den Landtag schafften.

+++ 23.05 Uhr: Feuer-Fehlalarm unterbricht Stimmenauszählung in Erfurt +++

Zwei Feuer-Fehlalarme innerhalb von knapp zwei Stunden im Rathaus von Erfurt haben am Sonntagabend die Stimmenauszählung nach der Landtagswahl verzögert. Nach Angaben von Landeswahlleiter und Feuerwehr hatte die automatische Meldeanlage erst gegen 20.00 Uhr und dann noch einmal gegen 21.45 Uhr angeschlagen. Die Feuerwehr rückte an, gab aber in beiden Fällen Entwarnung. Die Stimmenauszählung in den vier Erfurter Wahlkreisen dauert noch an.

+++ 22.43 Uhr: Weiter Zitterpartie für die FDP +++

Für die FDP geht das Zittern um den Einzug in den Landtag weiter. Nach Auszählung von 3008 der 3017 Wahlbezirke kommt die Partei inzwischen auf 5,0016 Prozent der Stimmen, so der Landeswahlleiter. Sicher im Landtag dürften dagegen die Grünen sein. Sie kommen au5,2 Prozent.

+++ 22.33 Uhr: Ramelow will sich "sehr schnell" im Parlament zur Wahl stellen +++

Der Thüringer Regierungschef Bodo Ramelow will sich schon bald im Landtag für weitere fünf Jahre als Ministerpräsident zur Wahl stellen. "Die Wählerinnen und Wähler haben Vertrauen zu meiner Kraft, auch die zukünftige Regierung zügig bilden zu können. Und ich habe natürlich die Absicht, mich sehr schnell im Parlament zur Wahl zu stellen", sagte der Linken-Politiker am Sonntagabend im ZDF. Danach werde es keine "wackeligen Verhältnisse" geben, sagte er.

Gefragt, ob die CDU in der Pflicht stehe, mit der Linken bei der Regierungsbildung zusammenzuarbeiten, sagte Ramelow: "Alle Demokraten müssen in der Lage sein, miteinander zu sprechen." Und er fügte an: "Lasst uns doch auch mal ausloten, was es an gemeinsamer Kraft im Parlament gibt. Und das ist noch jenseits von der Frage, wer mit wem offiziell in Regierungsgespräche eintritt." 

+++ 22.28 Uhr: CDU holt die meisten Direktmandate +++

Die CDU hat bei der Landtagswahl in Thüringen die meisten Direktmandate gewonnen. Die Christdemokraten holten am Sonntag nach Auszählung fast aller Wahlbezirke insgesamt 21 der 44 Wahlkreismandate, über die die Wähler mit der Erststimme entschieden. Auf die Linkspartei und die AfD entfielen laut Statistik des Landeswahlleiters jeweils elf Direktmandate.    

Die Direktkandidaten der Linken punkteten vor allem in Städten wie Erfurt, Jena und Weimar sowie in Nordthüringen. Die AfD holte ein Direktmandat in der ostthüringischen Stadt Gera. Die SPD bekam lediglich ein Direktmandat in Gotha. Während die Grünen in Sachsen und Brandenburg bei den Wahlen Ende September erstmals Direktmandate errangen, gingen sie in Thüringen leer aus.

+++ 22.27 Uhr: Ramelow erobert Direktmandat in Erfurt zurück +++

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat bei der Landtagswahl sein Direktmandat zurückerobert. Er lag nach Auszählung fast aller Stimmbezirke in seinem Wahlkreis Erfurt III mit 42 Prozent der Stimmen weit vorn. Auf den zweiten Platz kam der CDU-Politiker Dominik Kordon mit 16,5 Prozent, Platz drei ging mit gut 14 Prozent an Marek Erfurth von der AfD.    

Ramelow hatte schon früher das Direktmandat in dem Wahlkreis geholt. Bei der Landtagswahl 2014 verlor er es jedoch an die CDU-Politikerin Marion Walsmann. Er zog über die Landesliste ins Parlament ein, legte sein Mandat aber nach der Wahl zum Ministerpräsidenten nieder.

+++ 22.25 Uhr: AfD-Landeschef Höcke verpasst in Thüringen Direktmandat +++

Der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hat bei der Landtagswahl kein Direktmandat bekommen. Er erhielt in seinem Wahlkreis Eichsfeld I nach Auszählung fast aller Stimmbezirke lediglich gut 21 Prozent der Erststimmen und kam damit auf Platz zwei. Die meisten Stimmen bekam mit knapp 49 Prozent der CDU-Kandidat Thadäus König.

Auch bei den Zweitstimmen landete die CDU in dem Wahlkreis den Angaben zufolge auf dem ersten Platz mit gut 40 Prozent. Auf Platz zwei lag die AfD mit rund 22 Prozent, gefolgt von der Linken mit knapp 18 Prozent.

+++ 22.01 Uhr: Biathlon-Olympiasieger Ullrich scheitert knapp als SPD-Kandidat =

Biathlon-Olympiasieger Frank Ullrich hat bei der Landtagswahl in Thüringen als SPD-Direktkandidat knapp gegen den AfD-Bewerber René Aust verloren. Aust erreichte nach Angaben des Landeswahlleiters vom Sonntag im Südthüringer Wahlkreis Schmalkalden-Meiningen II 24,2 Prozent und lag damit 220 Stimmen vor Ullrich, der auf 23,3 Prozent kam. Die bisherige Mandatsinhaberin Christina Liebetrau (CDU) erzielte 22,8 Prozent.

+++ 21.30 Uhr: AfD-Zugewinne außer von Nichtwählern vor allem von der CDU +++

Die deutlichen Gewinne der AfD in Thüringen gehen zu rund der Hälfte auf das Konto bisheriger Nichtwähler. 77.000 von ihnen machten vorläufigen Auswertungen des Instituts Infratest dimap für die ARD zufolge diesmal bei den Rechtspopulisten ihr Kreuz. 36.000 Wähler gingen von der CDU zur AfD, 17.000 von der Linken, 7000 von der SPD und 1000 von den Grünen, außerdem 15.000 von sonstigen Parteien.    

Die Linkspartei gewann 20.000 Wähler von der CDU, 17.000 von der SPD und 8000 von den Grünen, außerdem 47.000 aus dem Lager der Nichtwähler. Die CDU musste außer an AfD und Linke auch 5000 Wähler an die Grünen abgeben. Sie konnte aber 1000 Wähler von der SPD und 31.000 bisherige Nichtwähler für sich gewinnen.    

Die SPD gab an alle anderen Parteien Wähler ab, konnte aber 13.000 bisherige Nichtwähler überzeugen. Sehr durchwachsen ist das Bild bei den Grünen: Den Gewinnen bei früheren Wählern von CDU und SPD stehen Verluste an die Linke und die AfD gegenüber, außerdem gab es ein Plus von 3000 aus dem Nichtwähler-Lager.

+++ 21.36 Uhr: Zittern für die FDP +++

Die Hochrechnungen von ARD und ZDF sehen die FDP nach der Landtagswahl in Thüringen mit 5 Prozent knapp im Parlament, die Wirklichkeit sieht noch viel knapper aus: Nach Auszählung von 2981 der 3017 Wahlbezirke steht die Partei bei 5,0014 Prozent der Stimmen, so der Landeswahlleiter. Zwischenzeitlich lagen die Liberalen sogar unter der Fünfprozenthürde bei 4,999 Prozent. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird im Laufe des Abends erwartet, dann herrscht für die FDP (vorerst) Gewissheit.

+++ 21.21 Uhr: Mohring verteidigt sein Direktmandat +++

CDU-Spitzenkandidat Mohring hat sein Direktmandat verteidigt. Im Wahlkreis Weimarer Land I/Saalfeld-Rudolstadt III holte der CDU-Mann nach Auszählung fast aller Stimmbezirke rund 31 Prozent. Er ließ damit seinen schärfsten Konkurrenten Torben Braga von der AfD um mehrere Prozentpunkte hinter sich.

Landtagswahl in Thüringen: "Klarer Regierungsauftrag" oder "Ramelow ist abgewählt"? So reagieren die Parteien auf das Ergebnis

+++ 20.28 Uhr: Junge Union will AfD-Spitzenmann weiter "Nazi" nennen +++

"Faschist", "Nazi", "Rechtsradikaler" – im Zusammenhang mit dem AfD-Spitzenkandidaten in Thüringen, Björn Höcke, nehmen führende Politiker anderer Parteien am Abend kein Blatt vor den Mund. Trotz Protesten aus den Reihen der AfD in diversen Diskussionsrunden zur Analyse der Wahl sagt unter anderem Tilman Kuban, Vorsitzender der Jungen Union: "Das ist ein Nazi. Das werden wir auch in Zukunft weiter so betonen."   

+++ 20.11 Uhr: Linke überschreitet die 30er-Marke +++

Die Hochrechnung der ARD, zwei Stunden nachdem die Wahllokale geschlossen haben, sieht die Linke noch deutlicher vorne:

  • Linke: 30,6 Prozent (Landtagswahl 2014: 28,2)
  • AfD: 23,6 Prozent (10,6)
  • CDU: 22,1 Prozent (33,5)
  • SPD: 8,3 Prozent (12,4)
  • Grüne: 5,0 Prozent (5,7)
  • FDP: 5,0 Prozent (2,5)
  • Sonstige: 5,4 Prozent (7,2)

Quelle: ARD/Infratest Dimap

+++ 20.01 Uhr: Meuthen: "Was die CDU verliert, gewinnen wir" +++

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen hat die Verluste von CDU und SPD bei den jüngsten Landtagswahlen als "Zeitenwende" bezeichnet. "Die ehemaligen Volksparteien sind im Niedergang, neue Parteien übernehmen", sagte Meuthen am Abend der Nachrichtenagentur AFP. Im linken Lager falle die SPD immer weiter, im bürgerlichen Lager die CDU. Meuthen verwies darauf, dass bei der Landtagswahl in Thüringen die beiden Parteien zusammen nur noch etwa 30 Prozent erreichten. "Was die CDU verliert, gewinnen wir", sagte Meuthen mit Blick auf die drei Landtagswahlen in diesem Herbst. Vor Thüringen war Anfang September in Sachsen und Brandenburg gewählt worden. Auch da hatten CDU und SPD jeweils deutliche Verluste einstecken müssen. 

+++ 19.54 Uhr: Tiefensee will keine personellen Konsequenzen bei der SPD +++

Thüringens SPD-Vorsitzender Wolfgang Tiefensee hat personelle Konsequenzen in der Führung seiner Partei nach dem Desaster bei der Landtagswahl ausgeschlossen. "Nein, das sehe ich nicht", sagte er am Abend vor Journalisten auf eine entsprechende Frage. Die SPD sei im Wahlkampf in einzigartiger Weise geschlossen aufgetreten. Nun gelte es mit dem vorhandenen Team die Landespartei ebenso wie die Bundespartei wieder aus dem Tal zu führen: "Denn wir gehören nicht in die Talsohle."

+++ 19.47 Uhr: Thüringer FDP: Zusammenarbeit mit Linker aktuell schwer denkbar +++

Auch der Generalsekretär der Thüringer FDP, Robert-Martin Montag, kann sich eine Koalition aus Linken, SPD, Grünen und Liberalen nur schwer vorstellen. "Wer unsere Positionen kennt, der weiß, dass wir reden werden. Aber vom Stand jetzt, ist eine Zusammenarbeit mit der Linken schwer vorstellbar", sagte er am Rande der FDP-Wahlparty in Erfurt. "Wir sind inhaltlich so weit auseinander, da wäre eine Zusammenarbeit auch nach außen hin schwer zu kommunizieren."

+++ 19.44 Uhr: Ramelow könnte ohne Mehrheit vorerst im Amt bleiben +++

Für die rot-rot-grüne Regierung von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) reicht es laut den Hochrechnungen von ARD und ZDF nach der Landtagswahl nicht mehr für eine Mehrheit. Allerdings gibt es gesetzliche Regelungen, die Ramelow auch bei einer fehlenden Mehrheit im Parlament zunächst das Weiterregieren möglich machen würden. Artikel 75 Absatz 3 der Thüringer Landesverfassung ermöglicht dem Ministerpräsidenten und der gesamten Landesregierung, "die Geschäfte bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger fortzuführen", also kommissarisch im Amt zu bleiben. CDU-Spitzenkandidat Mohring sagte dazu am Abend, es wäre nicht richtig, wenn das alte Bündnis nun monatelang geschäftsführend im Amt bliebe.

+++ 19.36 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner verteilt Absagen +++

Auch FDP-Chef Christian Lindner hat einer Koalition mit der Linken und einer Unterstützung der AfD in Thüringen eine klare Absage erteilt. "Für die FDP ist eine Zusammenarbeit mit Linken und AfD ausgeschlossen, weil beide Parteien die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in Deutschland verändern wollen", sagte er. Ob die Liberalen aber überhaupt den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen ist noch alles andere als sicher.

+++ 19.25 Uhr: CDU streitet bereits über eine Koalition mit den Linken +++

Kaum eineinhalb Stunden nach den ersten Prognosen zur Landtagswahl Thüringen positionieren sich prominente Mitglieder der CDU zu einer möglichen Koalition mit der Linkspartei. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak schließt so ein Bündnis kategorisch aus – "es wird eine Koalition mit der Linkspartei oder der AfD geben" – und adressiert diese Ansage auch über Twitter an den Landesvorsitzenden Mike Mohring: 

Der reagiert auf die entsprechende Frage im ARD-Interview, nur 45 Minuten später, verhalten. Mohring: "Wir brauchen neue Antworten und neue Überlegungen." Das Ergebnis der Landtagswahl sei auch Ausdruck über eine Unzufriedenheit der Wähler mit der Bundespolitik. Die CDU müsse sich jetzt neu finden. "Wir müssen mehr raus aus der Käseglocke und mehr rein ins reale Leben", so Mohring.

+++ 19.14 Uhr: FDP wird zum Zünglein an der Waage +++

Die nächste Hochrechnung der ARD sieht die FDP weiter im Zittermodus. Jörg Schönenborn betont die 5,0 Prozent seien "echte 5,0 Prozent" und die Liberalen müssten sich auf einen langen Abend einrichten:

  • Linke: 29,9 Prozent (Landtagswahl 2014: 28,2)
  • AfD: 23,7 Prozent (10,6)
  • CDU: 22,7 Prozent (33,5)
  • SPD: 8,4 Prozent (12,4)
  • Grüne: 5,3 Prozent (5,7)
  • FDP: 5,0 Prozent (2,5)
  • Sonstige: 5,0 Prozent (7,2)

Quelle: ARD/Infratest Dimap

+++ 19.00 Uhr: Dritte Hochrechnung stärkt FDP +++

Die Hochrechnungen von ARD (18.56 Uhr) und ZDF (19 Uhr) bringen erneut nur minimale Veränderungen. Das ZDF sieht die FDP allerdings sicher über der Fünf-Prozent-Hürde.

  • Linke: 29,5 Prozent (Landtagswahl 2014: 28,2)
  • AfD: 23,8 Prozent (10,6)
  • CDU: 22,2 Prozent (33,5)
  • SPD: 8,0 Prozent (12,4)
  • Grüne: 5,3 Prozent (5,7)
  • FDP: 5,3 Prozent (2,5)
  • Sonstige: 5,7 Prozent (7,2)

Quelle: ZDF

+++ 18.58 Uhr: Grünen-Chefin nennt Höcke einen Faschisten +++

Auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock reiht sich am Abend in die Kritik an der AfD ein, die – so Baerbock wörtlich – Wahlkampf mit einem Faschisten an der Spitze gemacht habe.

+++ 18.56 Uhr: Respekt für an Krebs erkrankten CDU-Spitzenkandidaten +++

Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU, äußerte Respekt für seinen Parteikollegen, Landeschef Mike Mohring, der nicht nur in Thüringen um Stimmen, sondern auch persönlich gegen den Krebs gekämpft hatte. Mit Blick auf das Abschneiden der AfD nannte Ziemiak den Wahlsonntag "einen bitteren Tag für die demokratische Mitte des Freistaates Thüringen".

+++ 18.50 Uhr: Erschütterung über Abschneiden der AfD +++

Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und frühere Vorsitzende des Zentralrats der Juden, äußerte sich entsetzt über den Wahlerfolg der AfD in Thüringen: Die Erosion der demokratischen Kultur setze sich mit dem heutigen Sonntag fort. "Viele Wähler haben eine Partei unterstützt, die seit Jahren mit mit Verharmlosung der NS-Zeit, Nationalismus und Hass unter anderem gegen die jüdische Minderheit den Nährboden für Ausgrenzung und rechtsextreme Gewalt bereitet."

+++ 18.47 Uhr: Höcke: AfD nach Wahlerfolg auf Weg zur gesamtdeutschen Volkspartei +++

AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke hat das Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl als ein deutliches Votum der Wähler gewertet. "Das ist ein klares Zeichen der Thüringer: So geht es nicht weiter." Die AfD habe ihr Ergebnis um mehr als 100 Prozent gesteigert, sagte Höcke unter dem Jubel seiner Anhänger in Erfurt. Bei der nächsten Wahl werde die AfD die absolute Mehrheit holen. Die AfD sei auf dem Weg zur gesamtdeutschen Volkspartei. "Fakt ist, die Regierung Ramelow ist abgewählt, und das ist gut für Thüringen", so Höcke.

+++ 18.45 Uhr: Zweite Hochrechnung fast unverändert +++

  • Linke: 29,7 Prozent (Landtagswahl 2014: 28,2)
  • AfD: 23,8 Prozent (10,6)
  • CDU: 22,6 Prozent (33,5)
  • SPD: 8,6 Prozent (12,4)
  • Grüne: 5,4 Prozent (5,7)
  • FDP: 5 Prozent (2,5)
  • Sonstige: 4,9 Prozent (7,2)

Quelle: ARD/Infratest Dimap

+++ 18.34 Uhr: Meuthen "hochzufrieden" mit Abschneiden der AfD in Thüringen +++

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen sieht seine Partei als "den großen Wahlsieger" in Thüringen. "Ich bin hochzufrieden", sagte er am im ZDF. Es seien "gute Zeiten für die AfD". Mit Blick auch auf die vorangegangenen Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen sagte Meuthen, die Partei habe sich "grandiose Erfolge" für die Abstimmungen im Osten vorgenommen und dies auch "durch und durch erreicht".

Meuthen sieht nach dem guten Abschneiden der AfD in Thüringen eine größere Rolle für den Rechtsaußen-Politiker und Spitzenkandidat Björn Höcke in der Partei. Es sei "folgerichtig", wenn dieser nun für den Bundesvorstand kandidiere. 

Wahl in Thüringen : Höcke: "Beim nächsten Mal holen wir die absolute Mehrheit"

+++ 18.20 Uhr: Erste Hochrechnung +++

Im Vergleich zur 18-Uhr-Prognose gibt es bei der ersten Hochrechnung von ARD und Infratest Dimap nur kleine Veränderung. Für die FDP bedeuten die neuen Zahlen weiter eine Zitterpartie:

  • Linke: 29,7 Prozent (Landtagswahl 2014: 28,2)
  • AfD: 23,8 Prozent (10,6)
  • CDU: 22,5 Prozent (33,5)
  • SPD: 8,5 Prozent (12,4)
  • Grüne: 5,4 Prozent (5,7)
  • FDP: 5 Prozent (2,5)
  • Sonstige: 5,1 Prozent (7,2) 

+++ 18.17 Uhr: Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht Regierungsauftrag +++

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wertet den Wahlausgang als klaren Regierungsauftrag. Das sagte er in der ARD. Zu einer möglichen Koalition wollte er sich nicht äußern: "Ich warte das Endergebnis ab, wir haben noch eine lange Wahlnacht vor uns." Er sei offen für Gespräche mit allen demokratischen Parteien.

+++ 18.09 Uhr: Olaf Scholz: "AfD gehört nicht in eine Regierung, das ist das, was jetzt gelingen muss" +++

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) zeigte sich in der ARD enttäuscht über das Abschneiden seiner Partei: "Das Ergebnis ist nicht schön." Zugleich fand Scholz deutliche Worte in Richtung der AfD. Deren Abschneiden bedrücke ihn, er betonte: "Die AfD gehört nicht in eine Regierung, das ist das, was jetzt gelingen muss."

+++ 18.08 Uhr: ARD streicht "Lindenstraße" aus dem Programm +++

Wegen des knappen Wahlergebnisses und in Erwartung eines spannenden Wahlabends streicht die ARD die eigentlich für 18.50 Uhr geplante Ausstrahlung der "Lindenstraße" aus dem Programm.

+++ 18.05 Uhr: Schwierige Regierungsbildung erwartet +++

Nach der 18-Uhr-Prognose zeichnet sich eine komplizierte Regierungsbildung ab. Die bisherige rot-rot-grüne Koalition hat danach keine Mehrheit mehr. Da alle übrigen Parteien ein Bündnis mit der AfD ausgeschlossen haben, bleiben rechnerisch nur eine Koalition aus Linkspartei, SPD, Grünen und FDP – sollten die Liberalen es in den Landtag schaffen – und eine Koalition aus CDU und Linkspartei. Auch eine Minderheitsregierung ist immer eine Option.

+++ 18.03 Uhr: Hohe Wahlbeteiligung +++

Die Wahlbeteiligung ist laut ARD deutlich gestiegen. von 52,7 Prozent vor fünf Jahren auf nun 65,5 Prozent.

+++ 18.00 Uhr: Prognose: Linke mit Zugewinnen, CDU verliert dramatisch, AfD zweitstärkste Kraft +++

Zur Landtagswahl in Thüringen liegt die erste Prognose nach Schließung der Wahllokale vor. Laut ARD/Infratest Dimap verteilen sich die Stimmenanteile wie folgt:

  • Linke: 29,5 Prozent (Landtagswahl 2014: 28,2)
  • AfD: 24 Prozent (10,6)
  • CDU: 22,5 Prozent (33,5)
  • SPD: 8,5 Prozent (12,4)
  • Grüne: 5,5 Prozent (5,7)
  • FDP: 5 Prozent (2,5)
  • Sonstige: 5 Prozent (7,2) 

+++ 17.22 Uhr: Feuerwehr muss Wahlplakate abhängen +++

Einen kurios anmutenden Einsatz der Feuerwehr in Erfurt meldet die "Thüringer Allgemeine" – das Ausrücken hat aber einen ernsten Hintergrund: Weil die Wahlplakate einiger Parteien innerhalb der 100-Meter-Bannmeile um Wahllokale aufgehängt worden sein sollen, mussten die Helfer dem Bericht zufolge am Morgen mit einem Leiterwagen anrücken, um die hoch hängenden Plakate zu entfernen.

Auch in Eisenach hielten sich demnach nicht alle Parteien an die Bannmeilen-Regelung in Thüringen. Die Wahlwerbeplakate seien von Mitarbeitern des Bauhofs umgelegt worden.

+++ 17.09 Uhr: Wahlbeteiligung in Thüringen um 16 Uhr schon höher als 2014 +++

An der Landtagswahl in Thüringen haben deutlich mehr Wähler teilgenommen als vor fünf Jahren. Nach Angaben des Landeswahlleiters hatten bis 16.00 Uhr rund 54,1 Prozent und damit mehr als die Hälfte der rund 1,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Wahl 2014 hatte die Beteiligung am Ende 52,7 Prozent betragen, um 16.00 Uhr waren es 40,8 Prozent gewesen. Die Briefwähler sind dem Landeswahlleiter zufolge in diesen Zahlen nicht enthalten. Nach Umfragen bei den Gemeinden haben fast 14 Prozent der Wahlberechtigten im Vorfeld von der Briefwahl Gebrauch gemacht.

+++ 15.12 Uhr: Stärkere Wahlbeteiligung als 2014 +++

Nach Angaben des Landeswahlleiters hatten bis 14.00 Uhr rund 42,2 Prozent der rund 1,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. 2014 hatte zu diesem Zeitpunkt die Wahlbeteiligung bei 30 Prozent gelegen. Auch bei der Europawahl im Mai hatten bis 14.00 Uhr erst 36,4 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. 

+++ 14.50 Uhr: FDP-Chef Lindner wirbt mit Twitter-Video +++

Auch FDP-Chef Christian Lindner macht Werbung für seine Partei. In einem Video auf Twitter erklärt er, warum die Partei mit Spitzenkandidat Thomas Kemmerich wieder in den Landtag einziehen will: "Mehr Vernunft in den Debatten, eine starke Wirtschaft, insbesondere gute Rahmenbedingungen für den Mittelstand. Und die wichtigste soziale Aufgabe ist es, allen Kindern und Jugendlichen eine gute Zukunft durch gute Bildung zu eröffnen."

+++ 13.40 Uhr: Deutlich höhere Wahlbeteiligung +++

Bis mittags um 12.00 Uhr gaben 31,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter mitteilte. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren waren es bis zu diesem Zeitpunkt erst 19,9 Prozent gewesen. Briefwähler waren bei diesem Ergebnis nicht enthalten, wie der Landeswahlleiter betonte. Nach Umfragen bei den Gemeinden hätten knapp 14 Prozent der Wahlberechtigten schon im Vorfeld per Briefwahl abgestimmt. 

+++ 12.27 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring hat gewählt +++

Mike Mohring will für die CDU die Regierungsmacht zurückerobern, die die Partei 2014 nach 24 Jahren verloren hatte. Mohring strebt "ein bürgerliches Bündnis" mit ihm als Ministerpräsident an. Allerdings liegen die Christdemokraten in den Umfragen unter früheren Wahlergebnissen und hinter der Linken. Mohrings politische Wurzeln liegen in der Bürgerbewegung Neues Forum, 1993 trat er dann allerdings in die CDU ein, wo er seitdem eine rasante Karriere hinlegte. Seit 2008 ist er CDU-Fraktionsvorsitzer im Landtag, 2015 übernahm der 47-Jährige auch den Landesvorsitz. Kurz vor der Wahl erhielt er erneut eine Morddrohung. In einem Online-Video appellierte er für "Zuversicht und Hoffnung" in Thüringen

Unter den Augen von Pressevertretern gibt Mike Mohring,  Spitzenkandidat der CDU, seine Stimme für die Landtagswahl ab. 

Unter den Augen von Pressevertretern gibt Mike Mohring,  Spitzenkandidat der CDU, seine Stimme für die Landtagswahl ab. 

DPA


+++ 12.20 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Tiefensee hat gewählt +++

Wolfgang Tiefensee ist ist das Zugpferd der Thüringer SPD. Der 64-Jährige hat bereits eine wechselvolle politische Karriere hinter sich. Der ausgebildete Diplomingenieur für Elektrotechnik fand zur Wende über die Bürgerbewegung in die Politik. Von 1998 bis 2005 war er Leipziger Oberbürgermeister und anschließend bis 2009 Bundesverkehrsminister. Seit Ende 2014 ist Tiefensee Wirtschaftsminister in der rot-rot-grünen Landesregierung. Seit anderthalb Jahren leitet er als Parteichef auch die Geschicke der Thüringer SPD.

Das Zugpferd der Thüringer SPD: Wolfgang Tiefensee

SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Tiefensee 

DPA

+++ 12.15 Uhr: Auch AfD-Spitzenkandidat Höcke hat gewählt +++

Auch AfD-Spitzenkandidat hat seine Kreuze schon gemacht. Höcke ist das Gesicht der Thüringer AfD und des rechtsnationalen "Flügels" der Partei. Der Wahlsieg als ganz großer Coup dürfte ihm nicht gelingen, ein starkes AfD-Ergebnis wird aber die Regierungsbildung jenseits der Rechtspopulisten äußerst schwierig machen. Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei 20 bis 24 Prozent. Höcke zog vor gut zehn Jahren mit seiner Familie aus Westdeutschland nach Thüringen. Seit 2014 ist er Fraktionschef im Erfurter Landtag. Der beurlaubte Geschichtslehrer sorgt regelmäßig mit rechten Provokationen für Entrüstung, der "Flügel" wurde vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall einstuft.

Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD, verlässt nach seiner Stimme für die Landtagswahl das Wahllokal

Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD, verlässt nach seiner Stimme für die Landtagswahl das Wahllokal

DPA

+++ 11.53 Uhr: Ministerpräsident Bodo Ramelow kommt mit Frau und Hund +++

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen und Spitzenkandidat der Partei Die Linke kam mit Ehefrau Germana Alberti vom Hofe und Hund Attila zur Stimmabgabe in Erfurt. Laut Thüringer Verfassung bleibt er nach der Wahl geschäftsführend im Amt bis ein neuer Ministerpräsident gewählt wird. Eine Frist, bis wann das spätestens zu geschehen hat, gibt es anders als in einigen anderen Bundesländern in Thüringen nicht. 

Bodo Ramelow mit Ehefrau Germana und Hund Attila

Bodo Ramelow mit Ehefrau Germana Alberti und Hund Attila

DPA


+++ 11.40 Uhr: "Fridays For Future"-Bewegungen rufen zur Wahl auf +++

Mehrere "Fridays For Future"-Bewegungen rufen die Bürger in Thüringen zur Wahl auf. "Es geht dabei um unsere #Zukunft! Und wir müssen JETZT handeln!", schreibt die Gruppe aus Würzburg auf Twitter. Aus Göttingen heißt es: "An alle Menschen mit Wahlrecht in Thüringen: Geht wählen! Auch wenn wir nicht zu viel erwarten sollten und vieles selber machen müssen (#systemchange) ist es wichtig, Menschenfeindlichkeit und Klimawandelleugnung keinen Raum zu geben."

+++ 11 Uhr: SPD laut Umfrage unter zehn Prozent +++

Die Zeiten, als die CDU noch mit absoluter Mehrheit in Thüringen regierte, sind vorbei. In Umfragen lag zuletzt die Linke mit 28 Prozent vorn, die CDU kam auf 24 bis 26 Prozent, während die AfD mit ihrem umstrittenen Spitzenkandidaten Björn Höcke je nach Umfrage auf 21 bis 24 Prozent käme. Den Sozialdemokraten droht das Abrutschen auf ein einstelliges Ergebnis – in jüngsten Umfragen lagen sie bei 9 Prozent. Auch die Grünen wären den Erhebungen zufolge von ihrem Wunschziel im zweistelligen Bereich weit entfernt. Zuletzt lagen sie bei 7 bis 8 Prozent, die FDP kam auf 5. Im Thüringer Landtag sind zunächst 88 Sitze zu vergeben. Durch Ausgleichs- und Überhangmandate kann die Zahl der Abgeordneten aber ansteigen.

+++ 10.26 Uhr: Anja Siegesmund twittert vom Urnengang +++

Anja Siegesmund tritt gemeinsam mit Dirk Adams als grünes Spitzenduo an. Schon als Zwölfjährige lief sie zur Wendezeit bei den Demonstrationen in ihrer Heimatstadt Gera mit. Später studierte die heute 42-Jährige Politikwissenschaften und zog in den Landtag ein, wo sie mehrere Jahre Fraktionschefin der Grünen war.

+++ 10.14 Uhr: Spitzenkandidat Adams hat schon gewählt +++

Der Spitzenkandidat von Bündnis90/Die Grünen, Dirk Adams, war schon früh in seinem Wahllokal in Erfurt an der Urne. Zusammen mit Parteikollegin Anja Siegesmund bildet er ein grünes Spitzenduo, das vor allem den Klimaschutz vorantreiben und die Mobilität verbessern. Der 51-jährige Adams ist seit 2014 Fraktionschef im Landtag. Der studierte Diplomingenieur und Staatswissenschaftler folgte damals Siegesmund nach, die nach fünf Jahren als Umweltministerin bereits reichlich Regierungserfahrung mitbringt. 

Der Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Dirk Adams, bei seiner Stimmabgabe am Sonntagmorgen

Der Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Dirk Adams, bei seiner Stimmabgabe am Sonntagmorgen in Erfurt

DPA

+++ 9.45 Uhr: Regierungsbildung könnte schwierig werden +++

Sollte es am Abend für Rot-Rot-Grün nicht reichen, könnte die Regierungsbildung in Thüringen schwierig werden. Die Wahlkämpfer warben daher bis zuletzt im Freistaat mit viel Parteiprominenz um Stimmen. Die CDU hatte im Vorfeld Bündnisse mit der Linken und der AfD ausgeschlossen. CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring sprach sich für eine Viererkoalition seiner Partei mit Grünen, SPD und FDP aus.

+++ 9.15 Uhr: Für AfD werden starke Zugewinne prognostiziert +++

Die Erhebungen sehen die Linke zwar als stärkste Partei, die Regierungspartner Grüne und SPD aber unter zehn Prozent. Für die AfD werden starke Zugewinne prognostiziert. Die CDU muss demnach mit Verlusten rechen. Unsicher ist, ob die FDP in den Landtag kommt. Den Erhebungen zufolge steuert Thüringen auf eine schwierige Regierungsbildung zu.

+++ 8.15 Uhr: 18 Parteien treten an +++

Im Landtag sind 88 Sitze zu vergeben, je 44 Direkt- und Listenmandate. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate könnte die Zahl noch steigen. Insgesamt treten 18 Parteien an, auf deren Listen die Namen von 399 Kandidaten stehen. Die Wähler dürfen zwei Kreuze machen. Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat im jeweiligen Wahlkreis gewählt, mit der Zweitstimme oder Landesstimme eine Partei. 75.000 Wahlberechtigte dürfen zu dieser Landtagswahl das erste Mal ihre Stimme abgeben

+++ 8 Uhr: Wahllokale öffnen +++

Mit der Öffnung der Wahllokale hat am Morgen die Landtagswahl in Thüringen begonnen. Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte sind im Freistaat aufgerufen, das Parlament für die nächsten fünf Jahre zu bestimmen. Die Thüringer können bis zum Abend um 18 Uhr ihre Stimme abgeben. Den Umfragen zufolge dürfte es spannend werden: Nach den letzten Erhebungen wackelt die Mehrheit der rot-rot-grünen Landesregierung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke).

jek / wue / DPA / AFP