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Statement: AKK zu ihrem Rückzug: "Es war ein Fehler, Kanzlerschaft und CDU-Vorsitz zu trennen"

Auf das Wahldebakel in Thüringen folgte das CDU-Beben: Annegret Kramp-Karrenbauer zieht sich von CDU-Kanzlerkandidatur und später auch vom Parteivorsitz zurück. Ihr Statement zu den Entwicklungen im stern-Liveblog zum Nachlesen.

Bundesverteidigungsministerin: AKK: Darum tritt sie aus dem CDU-Parteivorsitz zurück

Dieser Schritt hatte sogar die Spitze der CDU überrascht: Das Präsidium habe mit langem Schweigen auf die Ankündigung von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer reagiert, auf die Kanzlerkandidatur zu verzichten und später auch den Parteivorsitz abzugeben.

Der Entschluss sei schon länger in ihr gereift, ließ AKK während einer Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin wissen. Die Abkehr von der Praxis, Kanzlerschaft und CDU-Vorsitz in einer Hand zu halten, sei ein Fehler gewesen. Auch die Tatsache, dass ihr die Autorität gefehlt habe, die Parteifreunde in Thüringen auf die Richtung der Partei einzuschwören, ebenso wie mit der Linken nicht mit der AfD im vollkommenen Umfang zu kooperieren, sei ein Faktor gewesen. Auf die Groko in Berlin soll ihr Schritt keinen Einfluss haben.

Die Pressekonferenz von Kramp-Karrenbauer finden Sie hier in unserem Liveblog zum Nachlesen.

Der AKK-Rückzug - Pressekonferenz der CDU

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Nun betont sie, dass es auch mit der Linken keine Zusammenarbeit geben kann.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    AKK spricht über die klare Haltung gegen die AfD. Jeder Zusammenarbeit schwäche die CDU. Der Vorstand habe das unterstrichen.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Es ist soweit. AKK ist da.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Eine Formulierung, die am Tag von Orkan "Sabine" eigentlich nicht mehr erlaubt sein sollte, aber leider sehr sehr oft benutzt wird: "stürmische Zeiten in der CDU" ... ;-)

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Bodo Ramelow (Linke) warnt vor monatelangem Stillstand im Falle sofort anvisierter Neuwahlen. Wer jetzt mit einem geschäftsführenden Ministerpräsidenten eine Landtagswahl vorbereite und damit 70 Tage in Kauf nehme, in denen es keine Landesregierung gebe, handele staatspolitisch verantwortungslos.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Ob es daran liegt, dass AKK eigentlich nicht an die Öffentlichkeit treten will? Sowas ist im Konrad-Adenauer-Haus derzeit zu hören. Was auch immer der Grund sein mag: Noch hat die Pressekonferenz nicht begonnen...

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Susann Hennig-Wellsow, Linke-Chefin in Thüringen: "Ich glaube, der Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer zeigt, dass die Strategie der CDU, AfD und Linke immer in einen Topf zu werfen, völlig an ihr Ende gekommen ist. Man darf sich nicht politisch einbetonieren. Gerade das Beispiel Thüringen zeigt das, wo es mit Bodo Ramelow einen Demokraten auf der einen und mit Björn Höcke einen Antidemokraten auf der anderen Seite gibt."

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Satiriker Jan Böhmermann hat währenddessen ein ganz anderes "Problem" ausgemacht:

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Übrigens: Wer auf schnelle Lösungen in der CDU hofft, der könnte enttäuscht werden. Partei-Vize Thomas Strobl rechnet damit, dass erst Ende des Jahres Entscheidungen getroffen werden. "Ich sage mal voraus, bis zum Stuttgarter Parteitag Anfang Dezember werden wir dann inhaltlich gut aufgestellt sein (...), und es wird auch klar sein, wer die Kanzlerkandidatin beziehungsweise der Kanzlerkandidat der Union ist." Auf dem Parteitag in Stuttgart soll eigentlich auch eine neue Parteiführung gewählt werden. Zur Frage der Nachfolge für Kramp-Karrenbauer als Parteichefin wollte Strobl nichts sagen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach schreibt auf Twitter: "Der Rücktritt von Kramp-Karrenbauer wäre nur eine Frage der Zeit gewesen. Sie hatte weder eine gute Hand noch Unterstützung für die CDU-Führung. Jetzt muss in der Nachfolge auch geklärt werden, wie die CDU zur AfD steht. Daran wird auch die GroKo hängen."

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Immer noch sind die Pulte im Konrad-Adenauer-Haus leer. Presse und Publikum müssen sich weiter in Geduld üben. Offenbar will jedes Wort abgewogen sein ...

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Für Ruprecht Polenz geht es jetzt auch um Vertrauen:

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Alice Weidel von der AfD liefert ein weiteres Beispiel dafür, wie speziell ihre Partei die aktuellen politischen Vorgänge "betrachtet":

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Auch Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel äußert sich und sieht im Beben um AKKs Rücktritt das Ende der zweiten großen Volkspartei in Deutschland: "Nach der SPD schafft es auch die CDU nicht mehr, den Spannungsbogen innerhalb ihrer Partei zu halten. Zu sehr driften die Flügel auseinander. Gleichzeitig ist die Bundesregierung nach dem SPD Kandidatenwettbewerb zum zweiten Mal in kurzer Zeit paralysiert. Ich vermute, es dauert nicht mehr lange, dann gibt es Neuwahlen."

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Die Angelegenheit zieht sich weiter. Die Verantwortlichen in der CDU scheinen aber den Ernst der Lage allmählich zu begreifen. "Es geht um unsere Zukunft als Volkspartei der Mitte", wird Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zitiert.