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Pressekonferenz zum Nachlesen: "Werde mir Hilfe suchen" - so äußerte sich Bürgermeister Hollstein zur Messerattacke

Der Bürgermeister der Stadt Altena, Andreas Hollstein, wurde am Montagabend von einem 56-jährigen Mann "mit mutmaßlich fremdenfeindlicher Motivation" mit einem Messer angegriffen. Nun äußert sich der CDU-Politiker erstmals zu dem Vorfall. Der stern berichtet von seiner Pressekonferenz im Liveblog.

Der Bürgermeister der sauerländischen Stadt Altena, Andreas Hollstein (CDU), hat bei der Messerattacke eine circa 15 Zentimeter lange Schnittwunde am Hals erlitten. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag in Hagen mit. Nach ihren Angaben war Hollstein am Montagabend in einem Döner-Grill in Altena "von einem 56-jährigen Mann mit mutmaßlich fremdenfeindlicher Motivation angegriffen" worden (der stern berichtete). Der Bürgermeister kam ins Krankenhaus, wurde inzwischen aber wieder entlassen. Der 56-Jährige wurde von in dem Grill anwesenden Personen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. 

Nach Angaben seines Büros will sich Hollstein um 11.00 Uhr bei einer Pressekonferenz im Rathaus von Altena zu den Vorfällen äußern. Über weitere Ermittlungsergebnisse wollen Staatsanwaltschaft und Polizei um 13.00 Uhr bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium Hagen berichten. 

Lesen Sie alle Entwicklungen im stern-Liveblog.

fs / DPA / AFP

"Werde mir Hilfe suchen" - so äußerte sich Bürgermeister Hollstein zur Messerattacke

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die Pressekonferenz ist beendet. Über weitere Ermittlungsergebnisse wollen Staatsanwaltschaft und Polizei um 13.00 Uhr bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium Hagen berichten.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    "Im Moment mache ich weiter."

  • Florian Schillat
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    Welche Motivation er habe, dieses Amt zu tragen? "Ich bin 54 Jahre alt, habe vier Kinder und bin in zweiter Ehe verheiratet. (...) Ich war in jungen Jahren Schülersprecher. ich war in einer Zeit, in der sehr viel Kahlschlag-Sanierung hier betrieben wurde, mich sehr gemüßigt gefühlt. Irgendwann habe ich gesagt, ich möchte hier kandidieren. (...) Wir hatten hier alle Schwierigkeiten, die auch Großstädte haben und hatten. (...) Mich treibt das an."

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    "Wir haben überall gute, schlechte und normale Menschen."

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    In Altena würden sich einige Menschen "subjektiv ausgegrenzt fühlen". Er hege daher keinen Hass auf den Täter - sondern eher auf den Nährboden, der dem Täter bereitet wurde.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Frage: "Welche Konsequenzen ziehen Sie? Wie werden Sie sich in der Öffentlichkeit bewegen?" - Hollstein: "Ich werde mir Hilfe suchen. (...) Ich will hier gar nicht den starken Mann markieren. Ich habe mich gestern gefühlt wie auf meinem dritten Geburtstag. Ich war krebskrank und habe erneut ein Leben geschenkt bekommen. Gestern habe ich wieder ein Leben geschenkt bekommen."

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Verbal sei Hollstein für seine Flüchtlingspolitik bereits "hinreichend" angegangen worden, aber nicht körperlich - und nicht nur in Altena.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    "Ich werde mich weiter für Menschen einsetzen. Sowohl für geflüchtete Menschen, als auch für Menschen die vorher schon da waren und noch kommen werden. So, wie es die Aufgabe eines jeden Bürgermeisters ist."

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Seine Frau habe ihn vor diesem Szenario die letzten zwei Jahre immer wieder gewarnt, es habe in den letzten zwei Jahren immer wieder Drohungen gegen ihn (und seine Politik) und seine Familie gegeben, so Hollstein.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Frage: "Hatten Sie den Eindruck, dass er gezielt auf Sie gewartet hat, um auf Sie anzugreifen?" Hollstein: "Gewartet hat er nicht, weil er dazu gestoßen ist. Ob ich glaube, ob das Messer in seiner Tasche für mich bestimmt war, dann würde ich antworten: Ja, das glaube ich."

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Nun beantwortet Hollstein Fragen der Pressevertreter.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    "Ja, ich habe um mein Leben gefürchtet. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich das nicht mehr hätte - wenn ich nicht Hilfe bekommen hätte", sagt Hollstein.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Als Beamte die Dönerbude betraten, habe der Angreifer gesagt: "Erschieß mich doch!" - Hollstein habe darauf entgegnet, dass dies in einem Rechtsstaat nicht geschehe.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    "Sie lassen mich verdursten und holen 200 Flüchtlinge nach Altona", habe der Angreifer zu Hollstein gesagt - und ihm das Messer an den Hals gehalten. Dieses habe er "weggedrückt", so Hollstein. Zu einer Schnittwunde (15 Zentimeter) sei es dennoch gekommen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Er habe einen Döner für seine Frau bestellen wollen, die krank zu Hause geblieben sei. Neben ihm stand ein Mann, der ihn von der Seite "anfixierte". In Kontakt hätten sie nicht gestanden.