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Nach der Landtagswahl: SPD in Bremen sieht Basis für Bündnis mit Linken und Grünen

Was die CSU in Bayern, ist die SPD in Bremen: Seit über 70 Jahren haben die Sozialdemokraten in dem Stadtstaat den Bürgermeisterposten inne. Nun wurden sie von der CDU überholt.

Bürgerschaftswahl Bremen

Der amtierende Bürgermeister von Bremen und Spitzenkandidat der SPD, Carsten Sieling, kommt in der Bürgerschaft an. Foto: Ole Spata

Nach der Landtagswahl in Bremen sieht SPD-Landeschefin Sascha Karolin Aulepp eine Basis für eine Koalition mit Grünen und Linken.

«Die Linkspartei, die ich in vier Jahren Parlamentsarbeit in Bremen erlebt habe, ist eine realistische und pragmatische Linkspartei», sagte die SPD-Landeschefin am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Ob und wann die SPD auf Grüne und Linke zugehen werde, obwohl die Sozialdemokraten die Wahl klar verloren, ließ Aulepp offen. In Westdeutschland gab es bisher kein rot-rot-grünes Bündnis auf Länderebene.

«Wir haben vor der Wahl deutlich gemacht, dass wir uns für Bremen ein Mitte-Links-Bündnis wünschen, weil wir die größten inhaltlichen Übereinstimmungen sowohl mit unserem jetzigen Koalitionspartner als auch mit der Linkspartei haben», sagte Aulepp weiter. Diese Aussage gelte nach wie vor. Bei der Wahl am Sonntag hatte das bisher regierende rot-grüne Bündnis seine Mehrheit verloren.

Aulepp rechnet nicht damit, dass der SPD-Spitzenkandidat, Bürgermeister Carsten Sieling, persönliche Konsequenzen aus der Wahlschlappe seiner Partei zieht. «Er hat gestern gesagt, er hat Verantwortung übernommen und läuft vor der Verantwortung nicht weg.»

Das kleinste Bundesland müsse einen harten Sparkurs fahren, sagte die SPD-Landeschefin. Den Linken seien die Vereinbarungen für die Einhaltung der Schuldenbremse bekannt. «Es ist auch völlig klar, dass diese Regeln gelten.»

dpa