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Nach Nato-Gipfel: Von der Leyen will sich nicht ständig über Trump-Tweets aufregen

Ursula von der Leyen zieht nach dem Nato-Gipfel eine "stolze Bilanz". Einzig die Dauer-Erregung um die Twitter-Tiraden des US-Präsidenten Trump scheint der Bundesverteidigungsministerin zu missfallen. 

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen zieht nach Nato-Gipfel "stolze Bilanz"

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen zieht nach dem Nato-Gipfel eine "stolze Bilanz" (Archivbild)

DPA

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den Nato-Gipfel in Brüssel "unterm Strich" als erfolgreich bewertet. In den ARD-"Tagesthemen" zog sie eine "stolze Bilanz, die wir gemeinsam geschafft haben". Viele Europäer hätten in einer "intensiven Diskussion" selbstbewusst klargemacht, warum sie in die Nato investieren. Sie habe sich gefreut, dass diese Diskussion "von Angesicht zu Angesicht" geführt worden sei "und nicht über Tweets".

Auch im Talk bei "Maybrit Illner" mahnte die Verteidigungsministerin zu mehr Gelassenheit im Umgang mit Trumps Äußerungen. Man müsse "davon wegkommen, auf jeden Tweet so aufgeregt zu reagieren", sagte von der Leyen in der ZDF-Sendung. Vielmehr gehe es darum, "unser eigenes Ding zu machen".

Von der Leyen spricht von "Sternstunde der Nato"

Der zweitägige Nato-Gipfel in Brüssel war am Donnerstag zu Ende gegangen. Überschattet wurde das Treffen von Verbalattacken von US-Präsident Donald Trump auf die Nato-Partner, insbesondere Deutschland. Trump forderte höhere Verteidigungsausgaben der Verbündeten der westlichen Militärallianz. Anders als zeitweise befürchtet stellte der US-Präsident am Ende allerdings weder die Zugehörigkeit der USA zum Bündnis noch eine gemeinsame Erklärung der 29 Staats- und Regierungschefs in Frage.

Zu den Beschlüssen des Gipfels gehörten unter anderem der Aufbau schneller einsetzbarer Kampfverbände, neue Kommandozentralen sowie eine Ausweitung des Nato-Ausbildungseinsatzes im Irak. Von der Leyen bezeichnete die Ergebnisse als "rundes Paket" und nannte die einberufene Sondersitzung eine "Sternstunde der Nato": So habe Kanadas Premierminister Justin Trudeau ein flammendes Plädoyer für das Bündnis als Wertegemeinschaft gehalten, erzählte die Ministerin im ZDF. "Es war toll, das zu sehen, wie alle sich dort auch ganz klar hinter die Nato gestellt haben und ein klares Bekenntnis für die Nato abgegeben haben." 

Trump drohte (wirklich) mit Alleingang

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach Druck und Drohungen Trumps Zugeständnisse bei den Militärausgaben in Aussicht gestellt. Trump hatte die Verbündeten über zwei Tage massiv bedrängt, rasch mehr für Verteidigung auszugeben und das Nato-Ziel von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erfüllen.

Bei "Maybrit Illner" bestätigte von der Leyen, dass in dem Zusammenhang auch der Satz Trumps gefallen sei, wenn die Bündnispartner nicht sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgäben, würden die Amerikaner "ihr eigenes Ding" machen. 

Stil von US-Präsident stößt auf Kritik

CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt kritisierte Trumps "konfrontativen" und "disruptiven" Stil in Brüssel. Dieser sei "allerdings in erster Linie dem heimischen Publikum gewidmet", sagte er in der Zeitung "Welt". Die Nato sei gleichwohl in den vergangenen Jahren "stabiler" geworden. 

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, kritisierte hingegen die geplanten Mehrausgaben der Nato-Staaten für die Verteidigung als "ideologischen Irrweg". Mehr Geld für Aufrüstung würde nicht "automatisch" mehr Frieden und mehr Sicherheit bedeuten, erklärte er in einer Pressemitteilung. Zugeständnisse an Trump seien falsch, der US-Präsident sei "selber zum größten Sicherheitsrisiko geworden".

fs / DPA / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.