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Während EM 2016: Sächsischer Beamter ist auf Hitlergruß-Foto zu sehen - und bekommt nun die Quittung dafür

Ein Foto von der EM 2016, das mehrere deutsche Neonazis zeigt, hat für einen sächsischen Beamten einem Bericht zufolge dienstrechtliche Konsequenzen. Auf dem Bild zeigt einer der Männer den Hitlergruß.

Hooligans zünden Pyrotechnik in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim (Symbolbild)

Hooligans zünden Pyrotechnik in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim (Symbolbild)

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Während der EM 2016 randalierten in Lille mehrere deutsche Hooligans und attackierten Fans der ukrainischen Mannschaft. Es flogen Medienberichten zufolge Stühle, Flaschen und Rauchbomben. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Damals mit dabei: eine Gruppe gewaltbereiter offensichtlicher Neonazis aus Dresden. Auf einem Foto in den sozialen Netzwerken (siehe unten) hielten die Männer eine Reichskriegsflagge hoch, einer zeigte den Hitlergruß in die Kamera.

Rechtliche Konsequenzen hatte das damals keine. Das Zeigen des Hitlergrußes ist in Frankreich keine Straftat. Mehr als zwei Jahre später bekommt jedoch einer der anderen Männer auf dem Foto Auswirkungen des Schnappschusses zu spüren: Ein Beamter des Finanzministeriums in Dresden wurde deswegen freigestellt, wie die "Dresdner Neueste Nachrichten" berichten. Ein Behördensprecher bestätigte den Vorgang. Der Beamte, Mitte 20, sei "vorläufig vom Dienst freigestellt worden". Seine Bezüge würden zudem teilweise einbehalten. Auf stern-Nachfrage war im Finanzministerium niemand erreichbar.

Getwittert hatte das Bild während der EM 2016 unter anderem der Grünen-Politiker Daniel Mack.

Antifa-Recherchen identifizierten den Beamten

Bereits Ende 2017 hatte das "Antifa Recherche Team Dresden" den Mann demnach auf dem Nazi-Foto identifiziert. Das Blog, das die rechte Szene beobachtet, habe den Beamten zudem bereits bei ausländerfeindlichen Demonstrationen ausgemacht. Er werde der rechten Fangruppe SGD Supporters Bautzen zugerechnet. 

Seitdem beschäftigt der Fall die Behörden. Eine Kleine Anfrage der sächsischen Grünen hatte bereits im August zu Tage gefördert, dass sich "wei­tere Tatsachen für den Verdacht ei­nes Dienstvergehens er­ge­ben" hatten. Daher sei das Disziplinarverfahren gegen den Mann ausgedehnt worden. Als Beamter ist er der Neutralität verpflichtet.

Erst kürzlich hatte ein Mann auf einer Pegida-Veranstaltung für Schlagzeilen gesorgt, weil er ein ZDF-Team verbal angegangen war und diese bei der Polizei angezeigt hatte, woraufhin die Journalisten rund 45 Minuten festgehalten und kontrolliert worden waren. Im Nachhinein kam heraus, dass es sich bei dem Mann um einen Mitarbeiter des Landeskriminalamtes handelte.

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fin
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.