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SPD-Spitzenkandidat Linke, CDU, Grüne: Das sagen die anderen Parteien zur Kanzlerkandidatur von Olaf Scholz

Sehen Sie im Video: Das halten die anderen Parteien vom SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz.


Die SPD-Führung hat Finanzminister Olaf Scholz als "Kanzlerkandidaten" für die Bundestagswahl im nächsten Jahr nominiert. Gefragt, inwieweit er sich ein Bündnis mit der Linken auf Bundesebene vorstellen könne, sagte Scholz am Montag in Berlin: O-Ton: "Es hängt an den anderen, nicht an uns. Wir brauchen ein starkes Mandat und wir wollen zum Beispiel dafür sorgen, dass unser Land seriös regiert wird. Es braucht eine stabile, seriöse Finanzpolitik. Die Wirtschaft muss laufen, das ist ja wohl klar, wenn wir für den Sozialstaat kämpfen wollen. Wir wollen unsere Verantwortung in der Nato gerecht werden. Wir stehen für eine starke Europäische Union. Wir fühlen uns für sie verantwortlich und wollen sie gestalten. Und da gucken wir mal, wer unserer Meinung sein möchte." Der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger sagte zur Frage, inwieweit seine Partei für eine Regierung unter Olaf Scholz zur Verfügung stehe: O-Ton: " Es gab ja von den Parteivorsitzenden am Wochenende einige inhaltliche Ansagen, die meines Erachtens in die richtige Richtung gehen. Ich habe zum ersten Mal gehört, dass die SPD das Hartz-IV-System überwinden will und die Sanktionen abschaffen will. Begrüßen wir natürlich. Ich habe gehört, dass sie jetzt auch zwölf Euro Mindestlohn wollen und dass geplant ist, oder dass die vorhaben, zumindest die Vorsitzenden, auch Reiche und Vermögende stärker zu besteuern." WEISSBLITZ "Ich bin hoch gespannt, ob Olaf Scholz in die gleiche Richtung geht." Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck wiederum sagte, man wolle sich viele Optionen offenhalten. Er sehe angesichts von Hitzewelle und Coronawellen aktuell noch keine Zeit für Wahlkampf. Zugleich würdigte er Scholz persönlich: O-Ton: "Wir hatten viele Punkte, wo wir gemeinsam agiert haben: In der Energiepolitik, in der Verkehrspolitik, in der Hafen-Politik. Das gemeinsame Agieren war häufig ein reibungsvolles Agieren, aber ich habe ihn immer als zugewandten, freundlichen und sehr erfahrenen Politiker wahrgenommen. Insofern viel Spaß, Olaf Scholz, bei dieser Reise." Die CDU-Spitze zeigte sich gelassen nach der Nominierung von Olaf Scholz zum SPD-Kanzlerkandidaten. Auch aus der CDU-Zentrale hieß es, noch sei nicht die Zeit für Wahlkampf. Man wolle sich mehr als ein Jahr vor der Wahl auf die Regierungsarbeit konzentrieren. Dennoch ließ Generalsekretär Paul Ziemiak verlauten, Scholz sei "selbst ein Gegner einer rot-rot-grünen Koalition".
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Die SPD hat mehr als ein Jahr vor der Bundestagswahl Olaf Scholz zu ihrem Kanzlerkandidaten ernannt. Linke, CDU und Grüne lehnen sich mit ihren Einschätzungen noch nicht weit aus dem Fenster.

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