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Bericht des "Spiegel": Finanzminister Scholz will offenbar SPD-Chef werden - Kehrtwende sorgt für Verwunderung

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat wohl seine Meinung geändert. Laut einem "Spiegel"-Bericht ist er zu einer Kandidatur um den SPD-Vorsitz bereit. Der 61-Jährige suche noch nach einer Tandempartnerin.

Olaf Scholz will offenbar SPD-Chef werden

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat einem Medienbericht zufolge angekündigt, für den Vorsitz seiner Partei zu kandidieren. "Ich bin bereit anzutreten, wenn Ihr das wollt", sagte Scholz nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" am Montag dieser Woche in einer Telefonschalte mit den Interimsvorsitzenden Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel. Widerspruch habe sich in der Schalte nicht geregt.

     

Seitdem sondiere Scholz im Hintergrund das Feld, spreche mit führenden Sozialdemokraten und suche eine Tandempartnerin, mit der er als Doppelspitze antreten kann, hieß es weiter. Scholz hatte noch im Juni nach dem Rücktritt seiner Vertrauten Andrea Nahles erklärt, aus zeitlichen Gründen nicht für den Parteivorsitz zur Verfügung zu stehen.

Diese Kehrtwende fiel auch Anne Will auf, in deren Talkshow, Scholz eine Kandidatur ausgeschlossen hatte. "Moment mal gerade!? Plötzlich doch zeitlich vereinbar?", twitterte die ARD-Moderatorin.

     

Auch die Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali äußerte sich bei Twitter zu der überraschenden Wendung.

Olaf Scholz wäre der 13. Bewerber

Die Kehrtwende des Finanzministers sei auch auf darauf zurückzuführen, dass bislang niemand aus der ersten Reihe kandidieren wollte und zuletzt in der Parteispitze die Sorge vor einem weiteren Absturz der SPD wuchs, schreibt der "Spiegel".    

Scholz wäre der 13. Bewerber. Zuvor hatten am Morgen bereits der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius und die sächsische Integrationsministerin Katja Köpping ihre Bewerbung angekündigt. 

vit / DPA