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CSU-Kritik an Merkel: Seehofer will Flüchtlinge notfalls zum Kanzleramt fahren lassen

Der unaufhörliche Zustrom von Flüchtlingen sorgt für Streit zwischen CSU-Chef Seehofer und Kanzlerin Merkel. Die Lage laufe aus dem Ruder, heißt es aus Bayern. Notfalls will Seehofer Flüchtlinge direkt zum Kanzleramt fahren.

Seehofer attackiert die Bundeskanzlerin verbal

Im Parlament herrscht dicke Luft, besonders zwischen dem bayrischen Ministerpräsident Horst Seehofer (l.) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (r.)

Einst war ihre Beziehung vertraut und respektvoll, der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) unterstellte seine Partei klar der Kanzlerin Angela Merkel (CDU) - doch angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen wird seine Wortwahl von Tag zu Tag rauer und seine Aussagen spitzer. Inzwischen seien laut Seehofer seit September rund 170.000 Vertriebene angekommen. "Die Angelegenheit ist aus den Fugen geraten", so Seehofer nach einer Kabinettssitzung am Dienstag laut Spiegel Online. Zudem fordere er ein deutliches Signal der Kanzlerin zur Begrenzung des Flüchtlingszuzuges: "Es ist die drängende Pflicht eines Politikers, auf die begrenzten Aufnahmemöglichkeiten hinzuweisen." Politiker seien nicht von der Frage befreit, "auch über die Folgen unseres Tuns nachzudenken".

Merkel ist zum Symbol der "Willkommenskultur" geworden. Mehrfach hat Seehofer deshalb der CDU-Vorsitzenden eine persönliche Verantwortung vorgeworfen. Sie habe mit der Flüchtlingsaufnahme aus Budapest am 6. September und der Aussage, dass das Asylrecht die Festlegung einer Obergrenze unmöglich mache, eine Sogwirkung ausgelöst. Wenn in zwei Sitzungen der Unions-Bundestagsfraktion hintereinander über die Probleme bei der Aufnahme von immer mehr Menschen debattiert wird, dann zielt dies auch gegen sie. Sein Verärgerung ist inzwischen so groß, er überlege ob er die Flüchtlinge mit Bussen vor den Reichstag fahren solle, berichtet Spiegel Online.

Merkel hat "andere Version von Deutschland"

Der Ministerpräsident fühle sich allein gelassen. So stellt er laut Bild sogar die generelle Zusammenarbeit während einer Telefonschalte der CSU-Spitze in Frage: „Die Kanzlerin hat sich meiner Überzeugung nach für eine Vision eines anderen Deutschland entschieden“ Der Streit in der Union zeigt deshalb erste Schleifspuren an der Popularität der Kanzlerin.

Während Seehofer mit seinem Pochen auf Grenzkontrollen und eine Zuzugsbeschränkung in Bayern und der CSU plötzlich umjubelt wird, fiel Merkel in Umfragen ab. In einer TNS-Umfrage rutschte sie in der Beliebtheit hinter den Griechenland-Rebellen und Talkshow-Veteran Wolfgang Bosbach. Laut einer Insa-Umfrage fiel die Union mit 38,5 Prozent auf den niedrigsten Wert in 2015. Erstmals wird zumindest in konservativen Parteikreisen gemunkelt, das Flüchtlingsthema könne der Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Merkels sein.

eol / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.