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K-Frage in der Union Laschet und Söder – nicht Helmut Kohl und Franz Josef Strauß, "optisch nicht und inhaltlich nicht"

Sehen Sie im Video: Markus Söder und Armin Laschet bekunden ihre Ambitionen, Kanzlerkandidat der Union zu werden




Sie seien nicht Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß - schon optisch nicht, auch inhaltlich nicht, sagte CSUs Anwärter auf die Unions-Kanzlerkandidatur Markus Söder über sich selbst und Armin Laschet, der sich ebenfalls eine Kandidatur vorstellen kann. Und genau darum geht's: Nach monatelanger Unklarheit steht es nun also fest: Beide wollen Kanzler werden. Das teilten die beiden Parteispitzen am Sonntag zusammen mit den Fraktionschefs Ralph Brinkhaus und Alexander Dobrindt in Berlin mit. "Wir haben unsere Bereitschaft erklärt, für die Kanzlerkandidatur anzutreten." "Wir haben festgestellt, dass beide geeignet und beide bereit sind." Bei der Verkündung demonstrierten sie Einigkeit und den gemeinsamen Willen, die Wahl zusammen gewinnen zu wollen. Eine so große Übereinstimmung über die Themen der Zukunft habe es zwischen CDU und CSU seit Jahren nicht mehr gegeben, sagte Laschet. "Welche Idee von der Zukunft haben denn die beiden Parteivorsitzenden? Wir wissen, dass wir nach der Pandemie vor riesigen Aufgaben stehen, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, die hohen Staatsschulden zu bekämpfen, Europa zusammenzuhalten in einer heiklen Phase. Jedem ist ja klar, wenn es für Deutschland schon schwer ist, wie viel schwerer wird es denn in Europa für Länder, die nicht so wirtschaftsstark sind? Und hier eine Idee eines Modernisierungsjahrzehnts zu entwickeln, hat gezeigt, wie groß die Übereinstimmung zwischen CDU und CSU ist." Glaubt man den Worten Söders, so scheint es ihm schon fast egal zu sein, wer am Ende antritt. "Was wichtig ist, ist, dass wir uns auch gegenseitig den Respekt zusprechen. Was feststeht ist, wir werden beide persönlich sehr, sehr gut zusammenarbeiten. Denn es kommt nicht auf unsere Ambitionen an. Sondern es kommt auf das Wohl der Union und vor allen Dingen Deutschlands an." Worte, die der Unionsfraktion guttun. Wenn am Sonntag Bundestagswahl gewesen wäre, hätte das christdemokratische Bündnis 27 Prozent der Wählerstimmen abgekriegt und die Grünen 22. Bei der Bundestagswahl 2017 lag die von Merkel angeführte Union noch bei knapp 33. Die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten wird vermutlich in den nächsten Tagen feststehen. Auch die Grünen haben sich noch nicht entschieden, wen sie ins Rennen schicken werden. Entweder Annalena Baerbock, die dann die einzige weibliche Kandidatin im Ringen der großen Parteien wäre, oder Robert Habeck. Bei der SPD steht er bereits fest: Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz. Aber auch hierauf hat die Union eine Antwort, formuliert vom Berlin-Chef der CSU Alexander Dobrindt: "Ich sag mal lieber zwei herausragende Optionen als einen Olaf."
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CSU-Boss und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sowie sein Amtskollege aus NRW und CDU-Chef Armin Laschet können sich beide im Kanzleramt vorstellen. Mit großen Vorgängern wollen sie aber nicht verglichen werden.

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