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stern-RTL-Wahltrend: AfD stabil bei sechs Prozent

Werden sich die Eurokritiker der "Alternative für Deutschland" etablieren? Die jüngste Forsa-Umfrage weist darauf hin. Das linke Lager ist hingegen so schwach wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Die Berliner Sondierungsgespräche scheinen die politischen Präferenzen der Bevölkerung kaum zu beeinflussen. Wäre am vergangenen Sonntag gewählt worden, hätte die Union 44 Prozent der Stimmen bekommen - nur ein Prozent weniger als in der Vorwoche. Die SPD hätte mit 24 Prozent das gleiche Ergebnis wie in der Vorwoche erzielt.

Der Umfrage zufolge bleibt die Linke auf dem Umfragewert der Vorwoche (8 Prozent), ebenso die Grünen (8 Prozent) und die AfD (6 Prozent). Auch bei den "sonstigen Parteien" gibt es keine Veränderung (6 Prozent). Die FDP gewinnt ein Prozent (von 3 auf 4 Prozent). Manfred Güllner, der Chef des Berliner Forsa-Instituts, findet vor allem die anhaltend schlechten Werte des linken Lagers bemerkenswert: "Es ist so schwach wie nie seit 1990", sagt er. "Selbst bei den ersten gesamtdeutschen Wahlen mit dem nicht besonders beliebten Kandidaten Oskar Lafontaine konnten die linken Parteien mehr Wähler mobilisieren als jetzt im September."

Dass die AfD die zweite Woche in Folge bei 6 Prozent liegt, heißt für Güllner "zwar noch nicht, dass sie sich langfristig im Parteienspektrum etablieren muss, aber möglich wäre es".

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 7. bis zum 11. Oktober 2013 insgesamt 2501 Bundesbürger. Nichtwähler/Unentschlossene für den Wahltrend: 25 Prozent. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

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