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stern-RTL-Wahltrend: Kaum Chancen für Anti-Euro-Partei

Trotz verbreitetem Unmut - die neue Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" wird wohl nicht in den Bundestag einziehen. Die Werte der anderen Parteien sind weitgehend stabil.

Die SPD ist in der Gunst der Wähler leicht zurückgefallen. Im stern-RTL-Wahltrend, der vor der Präsentation des SPD-Wahlprogramms erhoben wurde, sanken die Sozialdemokraten um 1 Punkt auf 24 Prozent. Die Grünen konnten sich etwas verbessern: Sie stiegen um 1 Punkt auf 16 Prozent.

Stärkste Partei bleibt weiter die Union, der unverändert 40 Prozent der Wähler ihre Stimme geben wollen. Auch die Werte der übrigen Parteien bleiben stabil: Die Linke erreicht 8 Prozent, die FDP verharrt in der vor ihrem Parteitag in Berlin durchgeführten Umfrage bei 4 Prozent, die Piraten stagnieren bei 3 Prozent. Auf sonstige Parteien entfallen 5 Prozent.

Union und FDP haben mit zusammen 44 Prozent einen Vorsprung von 4 Punkten vor SPD und Grünen (gemeinsam 40 Prozent).

Kaum Wähler für euroskeptische Partei

Der Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland", die möglicherweise zur Bundestagswahl antreten will, gibt Forsa-Chef Manfred Güllner kaum Chancen. Dem stern erklärte er, aktuell sagten zwar 23 Prozent der Deutschen, sie könnten sich vorstellen, eine solche Partei zu wählen. Doch dies sei nur ein Indikator für die in der Bevölkerung vorhandene allgemeine Unzufriedenheit. Der Meinungsforscher zum stern: "Sollte die Partei tatsächlich antreten, wird sie meiner Einschätzung nach lediglich ein Ergebnis erzielen wie einst die Initiative Pro DM. Die machte auch gegen den Euro mobil und trat bei der Bundestagswahl 1998 an. Sie holte damals knapp 0,9 Prozent der Stimmen und ist längst Geschichte."

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