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stern-RTL-Wahltrend: Merkel in der Pole-Position

Noch vier Monate bis zur Bundestagswahl - und Angela Merkel liegt weit vorne. Ihr einziges Problem: Der Koalitionspartner FDP kommt nicht aus dem Quark.

Vier Monate vor der Bundestagswahl am 22. September ist die Ausgangslage für die Union weiter sehr gut. Im stern-RTL-Wahltrend steigt sie im Vergleich zur Vorwoche um 1 Punkt auf 41 Prozent. Sie liegt damit 17 Punkte vor der SPD. Die älteste deutsche Partei, die in diesen Tagen ihr 150jähriges Bestehen feiert, kann zwar nach Bekanntgabe erster Namen für ihr Kompetenzteam 1 Punkt hinzu gewinnen, liegt mit 24 Prozent aber dennoch nur 1 Punkt über ihrem historisch schlechten Wahlergebnis von 2009. Die Grünen büßen nach der Debatte um ihre Steuererhöhungspläne Sympathien ein: Sie fallen um 1 Punkt auf 13 Prozent, ihren bislang schlechtesten Wert in diesem Jahr. Die Linke sinkt um 1 Punkt auf 8 Prozent. Wie in der Vorwoche würden derzeit 4 Prozent der Wähler der FDP ihre Stimme geben. Unverändert wollen 3 Prozent die Piratenpartei und ebenfalls 3 Prozent die Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" wählen. Auf sonstige Parteien entfallen 4 Prozent.

Mit zusammen 45 Prozent liegen Union und FDP damit 8 Punkte vor SPD und Grünen (gemeinsam 37 Prozent).

Merkel klar vor Steinbrück

Dass die Union so viel Zustimmung erfährt, hat sie nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner in erster Linie der Popularität von Kanzlerin Angela Merkel zu verdanken. Dem stern sagte er, 59 Prozent der Deutschen wollten bei einer Direktwahl für Merkel stimmen – "und damit auch viele, die nicht dem Unionsmilieu angehören". Nur 20 Prozent zögen ihren Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) vor. Steinbrück habe selbst bei den noch verbliebenen SPD-Wählern nicht einmal 60 Prozent hinter sich. Güllner zum stern: "Er müsste es aber schaffen, auch viele der zehn Millionen Wähler zu überzeugen, die der SPD seit 1998 den Rücken gekehrt haben. Dass ihm dies gelingt, ist bislang nicht erkennbar."

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte zwischen dem 13. und 17. Mai 2013 im Auftrag des stern und des Fernsehsenders RTL 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

mw/rda