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Katastrophenschutz: Wie ist Deutschland auf einen Blackout vorbereitet? Die Antwort will man lieber nicht kennen

Stromausfall in Deutschland - plötzlich geht nichts mehr. Keine Ampeln, keine Geldautomaten, keine Operationen. Zwar gibt es vielerorts Notstromaggregate, doch dafür braucht es Treibstoff. Und genau da lauern schwerwiegende Mängel, warnt der Katastrophenschutz.

Umgeknickte Strommasten im Münsterland führten zu Stromausfall

2005 knickten im Münsterland die Strommasten um – Stromausfall für 250.000 Menschen war die Folge

November 2005 im Münsterland: Unter der Last von großen Schneemassen brechen mehr als 80 Strommasten zusammen. Rund eine Viertelmillion Menschen sind, zum Teil tagelang, ohne Elektrizität. Es war der größte Stromausfall in der jüngeren Geschichte Deutschlands und er führte die Verletzlichkeit unserer Infrastruktur vor Augen.

Gewiss ist solch ein großflächiger Ausfall nicht alltäglich, durchschnittlich musste jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr nur knapp zwölf Minuten auf elektrische Energie in Folge einer Störung verzichten, doch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) warnt: "In Zeiten spürbar zunehmender Cyberangriffe, möglicher terroristischer Anschläge und sich verschärfender Naturgefahren wären wir schlecht beraten, keine Vorkehrungen für ein Ereignis mit potentiell katastrophalen Folgen zu treffen", sagt BBK-Präsident Christoph Unger.

Deutschland schlecht auf Stromausfall vorbereitet

Seine Behörde hat untersucht, wie Deutschland auf einen längerfristigen Blackout vorbereitet ist – und sie stellt kein gutes Zeugnis aus. Es gibt zwar hierzulande – zumindest auf dem Papier – allerhand Vorkehrungen für den Ernstfall: Notbrunnen sollen die Wasserversorgung aufrecht erhalten, die Regierung hat an geheimen Orten Millionen Tonnen an Grundnahrungsmittel eingelagert, für rund 90 Tage soll die strategische Reserve an Treibstoff langen, die teilweise in unterirdischen Kavernen schlummert. Mithilfe dieser Vorkehrungen sollte das Leben in der Bundesrepublik auch im Falle einer Krise einigermaßen weitergehen, hoffen die Katastrophenschützer

Doch: Vor allem die Versorgung von Einsatzfahrzeugen und wichtigen Notstromaggregaten – etwa in Krankenhäusern, in Behörden oder an Tankstellen – mit (Diesel-)Kraftstoff ist bislang nicht ausreichend gesichert. "Auf absehbare Zeit bleibt die Treibstoffversorgung der Schlüssel zur Bewältigung eines großräumigen und langanhaltenden Stromausfalls", darauf weist das BBK in seinem Bericht "Treibstoffversorgung bei Stromausfall – Empfehlung für Zivil- und Katastrophenschutzbehörden" hin.

"Wir haben kein Mengenproblem", sagt Unger angesichts der Treibstoffvorräte, sondern "ein Verteilungsproblem" – denn die Tanklager benötigen ebenfalls Strom, und Notstromaggregate zum Abpumpen des Treibstoffes stehen demnach meist nicht zur Verfügung.


Und auch vorhandene Geräte zur Stromerzeugung in Krankenhäusern oder anderen wichtigen Einrichtungen bräuchten nach spätestens 72 Stunden neuen Diesel. "Mit dieser Zufuhr steht und fällt der Erfolg der Gefahrenabwehr und der Notversorgung der Bevölkerung", so das BBK. Auch der Bundestag kam schon 2011 zu dem Schluss, dass bei dem Szenario eines langanhaltenden Stromausfalls die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit (lebens)notwendigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicher zustellen sei.

"Man wird selten vollständige Absicherung erreichen"

Das BBK fordert in seinem Bericht daher die zuständigen Kommunen, Kreise und Länder auf, sich besser auf einen Blackout vorzubereiten. Hierzu zählen insbesondere Erstellung von Notfallplänen sowie die Bereitstellung von ausreichenden Notstromaggregaten an den möglichen Empfangs- und Verteilorten der Treibstoffreserven. Dazu gehören Feuerwehren, die Polizei, Rettungsdienste, das THW und andere Hilfsorganisationen, aber auch Strom-, Gas- und Wasseranbieter, Alten- und Pflegeheime, Bauernhöfe, Telefonnetzbetreiber, Lebensmittelgeschäfte, Transportunternehmen, Rundfunkanstalten oder Gefängnisse. Diese Institutionen sollten sich möglichst selbst einen für mindestens 72 Stunden ausreichenden Vorrat an Kraftstoff anlegen. 

Doch bei aller nötigen Vorbereitung stellt das BBK auch klar: "Man wird selten eine vollständige Absicherung erreichen, kann sich jedoch so vorbereiten, dass bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind und für den Katastrophenschutz und Kritische Infrastrukturen eine grundlegende Reaktionsfähigkeit erhalten bleibt." Zumindest wissen die Behörden jetzt, wie sie bestmöglich für den Ernstfall vorsorgen können.

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mit DPA-Material
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.