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Berlin Versöhnliche Worte bei Totenmesse für Helmut Kohl

Die Totenmesse für Helmut Kohl in der Hedwigskathedrale in Berlin. Unter den Gästen befindet sich auch Kanzlerin Angela Merkel.
Die Beerdigung Helmut Kohls findet erst am Wochenende statt, bei der Totenmesse in Berlin nahmen Politiker bereits Abschied
© John Macdougall/DPA/POOL AFP/Picture Alliance
In der Berliner Hedwigskathedrale nahmen Spitzenpolitiker Abschied von Altkanzler Helmut Kohl. Der leitende Geistliche wünschte der zerstrittenen Familie Versöhnung.

Auf Initiative von CDU-Fraktionschef Volker Kauder fand in Berlin ein Gedenkgottesdienst zu Ehren des verstorbenen Altkanzlers Helmut Kohl statt. In Absprache mit Kohls Witwe Maike Kohl-Richter wurde so dem Wunsch vieler Abgeordneter nachgegeben, auch in der Hauptstadt Abschied nehmen zu können.

Bei der Totenmesse in der Hedwigskathedrale hat der Geistliche der zerstrittenen Familie Kohl Versöhnung gewünscht: "Wir wünschen uns allen, dass sie untereinander Versöhnung und Frieden erfahren", sagte Prälat Karl Jüsten in seiner Predigt am Morgen. Die Verwandten von Helmut Kohl hätten ein unterschiedliches Bild vom Altkanzler. Außenstehende sollten sich aber bei einer Bewertung der Umstände zurückhalten.

Streitigkeiten in der Familie Helmut Kohls

Neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und zahlreichen Kabinettsmitgliedern nahm auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) an der Zeremonie teil.

Kohl, der 16 Jahre Kanzler und 25 Jahre CDU-Vorsitzender war, war am 16. Juni mit 87 Jahren gestorben. Zur Würdigung seiner politischen Verdienste ist am 1. Juli ein europäischer Trauerakt im EU-Parlament in Straßburg geplant. Beigesetzt werden soll er in Speyer.

Die Vorbereitungen der Trauerzeremonien werden überschattet von heftigen Streitigkeiten zwischen der Witwe Maike Kohl-Richter und Kohls Sohn Walter. Ihr Verhältnis gilt seit langem als angespannt.

sve DPA

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