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Zirndorf: Empörung über einen Brief: SPD schreibt an Erstklässler – und bekommt deshalb Ärger

Die SPD im fränkischen Zirndorf muss sich Wahlmanipulation vorwerfen lassen: Andere Parteien schalten die Rechtsaufsicht ein – wegen eines Schreibens an Schüler.

Flagge mit SPD-Logo

Die SPD in Zirndorf wird für einen Brief an Erstklässler harsch kritisiert

DPA

Ärger für die SPD im mittelfränkischen Zirndorf wegen eines Schreibens an Schüler. Darin wünscht die Partei den neuen Grundschülern viel Spaß für den neuen Lebensabschnitt. Gleichzeitig wird in dem Brief jedoch auch betont, wie viel die Partie für Schulen und Kitas in der Stadt getan habe. Es folgt ein Hinweis, dass die Kinder ihren Eltern doch empfehlen sollen, bei der bayerischen Landtagswahl die SPD zu wählen.

Dieses Vorgehen sorgt nun für Empörung. "Die Freien Wähler und die CSU haben die Rechtsaufsicht eingeschaltet", sagte der SPD-Ortsvorsitzende Markus Trautmann der Deutschen Presse-Agentur. Der Vorwurf: Wahlmanipulation.

Unterschiedliche Reaktionen in sozialen Netzwerken

Zu finden ist der Brief auch in sozialen Netzwerken, zum Beispiel in diesem Facebook-Posting:

Liebe Erstklässler, man kann euch nur wünschen, dass eure rhetorischen Fähigkeiten die des Autors bei weitem...

Gepostet von Florian Schemm am Mittwoch, 12. September 2018

Diesen Beitrag teilten unter anderem die Freien Wähler und kommentierten: "Es ist unglaublich, was sich diese SPD in Zirndorf herausnimmt. Wahlwerbung auf Kosten unserer Kinder." Andere Facebook-User waren ebenfalls nicht einverstanden mit dem Vorgehen der Partei und empörten sich darüber, dass die Partei versuche, Eltern mit Botschaften an kleine Kinder zu beeinflussen. Ein Beitrag beleuchtet das Vorgehen eher süffisant: "Zum Glück können Erstklässler ohnehin noch nicht lesen." In die gleiche Kerbe schlug Franz Stangl, Pressesprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, der sich auf Twitter einen Seitenhieb nicht verkneifen konnte: "Ein Loblied auf das bayerische Bildungssystem, in dem die Erstklässler bei der Einschulung schon Wahlaufrufe lesen können." 

"Brotdosen für Schulanfänger" ist keine neue Aktion

Trautmann konnte im Gespräch mit der DPA die Aufregung nicht verstehen. Der Brief sei Teil der Aktion "Brotdosen für die Schulanfänger" – diese existiere schon seit zehn Jahren, Briefe an die Schüler inklusive. Zudem würden andere Parteien ähnliche Wahlwerbung machen, sagte Trautmann.

Zudem versuchte die SPD Zirndorf mit einem ausführlichen Posting auf Facebook das Thema für beendet zu erklären. Dort ist unter anderem zu lesen: "Wegen diesem Brief wurden wir nun stark und teilweise unter der Gürtellinie angegriffen. (...) Man kann über den Inhalt des Briefes geteilter Meinung sein, aber diese Reaktion ist mehr als übertrieben und nicht gerechtfertigt. (...) Wir werden auch zukünftig die Erstklässler mit unserer Brotdosen-Aktion erfreuen. Denn zum Glück kommt diese bei den meisten Schülern und Eltern gut an und wird nicht als lästig empfunden. (...) Wir vergeuden unsere Energie auch weiterhin nicht mit Hetzen und Meckern wie anderen Parteien, sondern geben unsere Kraft unserem Motto 'Gutes Tun für Zirndorf und seine Bürger' hin."

Ein Foto zeigt den Abschiedsbrief eines DHL-Boten, der in Rente geht. Ein weißes DinA4-Blatt, rechts oben ein Foto
sw
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.