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Podcast "heute wichtig" Queen Elizabeth II. ist tot – das Ende einer Ära

Queen Elizabeth II.
"Sie war einfach immer da, wie eine Institution, die auch nicht weg geht", sagt Adelsexpertin Catrin Bartenbach über Elizabeth II.
© Alastair Grant / POOL / AFP
70 Jahre lang saß sie auf dem Thron Großbritanniens. Nun ist die Königin Elizabeth II. im Alter von 96 Jahren gestorben. Das wird Großbritannien nachhaltig verunsichern, denkt die Adelsexpertin Catrin Bartenbach: "Sie war immer die Einzige, die noch da war."  

Die Queen ist gestorben. Nach einer 70-jährigen Regentschaft erwarteten die Menschen diesen Satz wohl schon eine Weile. Doch ihn nun als Tatsache zu hören, ist für viele surreal. Damit ist eine Jahrhundertkönigin und eine der am längsten regierenden Königinnen überhaupt tot. "Sie war einfach immer da, wie eine Institution, die auch nicht weg geht", erklärt die Adelsexpertin Catrin Bartenbach in der 358. Folge des Podcast "heute wichtig". Bis zum Nachmittag des 8. September 2022.

Schon am Nachmittag versammelten sich Menschen vor dem Londoner Buckingham Palast 

Nachdem Fotos von Königin Elizabeth II. bei ihrem letzten offiziellen Termin bereits Besorgnis bei vielen Leuten ausgelöst hatten, wuchs die Unsicherheit der Menschen am Donnerstag enorm. Morgens wurde bekannt, dass die Queen unter medizinischer Aufsicht ist und am Nachmittag konnte man live verfolgen, wie die Royals, ihre Familie, bei ihr im schottischen Schloss Balmoral eintrafen. "In dem Moment, als sie ihren letzten Atemzug getan hat, wurde Charles automatisch König. Man sagt ja auch historisch: Der König oder die Königin ist tot, lang lebe der König. Es gibt keinen Moment, wo das Land ohne König ist", erklärt Catrin Bartenbach. Von nun an ist Charles III. der neue König. Die erst am Dienstag von der Queen eingeschworene, neue Premierministerin Großbritanniens, Liz Truss, sprach ebenfalls bereits vor dem Volk. Sie beendete ihre Rede mit einem Satz, der deutlich macht, dass die Ära von Queen Elizabeth II. endgültig vorbei ist: "God save the King." Doch es dürfte eine Weile dauern, bis das auch wirklich bei den Menschen ankommt, so Bartenbach: "Sie war diejenige, zu der man aufschaute, auf die man sich verlassen konnte. Und solange sie da war, war immer noch alles gut." 

Die Queen als Anker: "Solange sie da war, war immer noch alles gut" 

Schon seit Jahrzehnten steht fest, was nach dem Tod der Queen passieren wird: "Operation London Bridge" – die Trauerphase beginnt. Bereits am Donnerstagabend, zehn Minuten nach der öffentlichen Verkündung des Todes der Queen, wurde der erste Schritt ausgeführt. Die Flaggen im Regierungsviertel hängen auf Halbmast. Catrin Bartenbach kennt die Schritte der durchstrukturierten Trauerphase genau und erklärt, dass das Begräbnis wohl in zehn Tagen stattfinden werde. Sie erwartet, "dass Millionen oder sogar Milliarden Menschen vor dem Fernseher dabei zusehen werden, wenn sie zu Grabe getragen wird."  Insbesondere jedoch die Menschen in Großbritannien: "Sie hat mit 21, als sie volljährig wurde, geschworen, dem Empire gegenüber ihre Pflicht zu erfüllen bis zum letzten Atemzug. Und dass sie das wahr gemacht hat, bis zwei Tage vor ihrem Tod mit 96, das ist wirklich Wahnsinn."

Auch die stellvertretende Chefredakteurin des stern, Cornelia Fuchs, hat es in einem Kommentar in der 358. Folge des Podcast "heute wichtig" zusammengefasst: "Die Queen ist nicht mehr da und der König lebt. Aber nein, so einfach ist es nicht. Sie war […] dann doch immer irgendwie im Hinterkopf. Charles wird es schwer haben, […] denn, wenn wir ihn in Zukunft anschauen werden, ist ein Gedanke zunächst näher: Sie fehlt."  

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

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Klar, meinungsstark, auf die 12: "heute wichtig" ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die lauten. Wer "heute wichtig" hört, startet informiert in den Tag und kann fundiert mitreden.

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rw

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