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Wegen Coronakrise München baut fast 800 Parkplätze ab, um Sitzplätze für Gastronomie zu schaffen

Stühle mit Tischen in einem Außenbereich eines Cafés
München möchte seine Gastronomen in der Corona-Krise unterstützen (Symbolbild)
© Nikada / Getty Images
Um heimischen Gastronomen zu helfen, hat die Stadt München 780 Parkplätze streichen lassen. Auf den freien Flächen entstehen nun 3828 Sitzplätze für die Gastronomie. So sollen Umsatzeinbußen in der Corona-Pandemie verringert werden.

Die Stadt München hat beschlossen, dass vorübergehend 780 Parkplätze gestrichen werden. Die freien Flächen werden für die Gastronomie genutzt. Insgesamt sollen 3828 neue Sitzplätze entstehen. Eine Erweiterung der Außenbereiche soll die Umsatzeinbußen während der Corona-Pandemie verringern. Die gesamte Gastronomie hatte durch die bundesweiten Schließungen einen massiven Umsatzeinbruch erlitten. Die sogenannten Freischankflächen sollen zu mehr Umsatz führen. Das hat das Münchner Kreisverwaltungsreferat der "tz" mitgeteilt. Der Stadtrat hatte bereits im Mai entschieden, Gastronomen durch die Genehmigung von Freischankflächen zu helfen. 

Vor allem die Münchner Innenstadt vom Parkplatzschwund betroffen

Doch nicht alle dürften sich über die vergrößerten Freischankflächen freuen. In der Stadt hatte es zuvor schon Probleme mit der Parkplatzsituation gegeben. Die dürfte sich jetzt verschlimmern. Vor allem Straßen in der Innenstadt, wie etwa die Türkenstraße, sind betroffen. Die Gastro-Branche kann hingegen aufatmen. Fabio Spagna, Betreiber des "Supernova" in der Türkenstraße, sagte der "tz": "Nach den Monaten mit den schlechten Umsätzen hilft uns das wirklich weiter. Wir haben uns auch recht viel Mühe gegeben – wir haben gesagt: Dann machen wir es gleich richtig". Er hat den Außenbereich von der Straße abgegrenzt und den Boden gestaltet, um ihn dem Stadtbild anzupassen. 

410 Anträge für Freischankflächen sind eingegangen

Wie die "tz" berichtet, gibt es in München rund 8000 gastronomische Betriebe, davon hatten 2508 auch schon vorher Freischankflächen. Es gingen bereits 410 Anträge für Freischankflächen auf öffentlichen Parkplätzen ein. Davon wurden 294 genehmigt, zehn nur teilweise. In einigen Fällen lehnte die Stadt den Antrag ab. Auch wegen der wegfallenden Parkplätze sind Beschwerden beim Kreisverwaltungsreferat eingegangen.

Quelle: "tz"

fis

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