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Neue Gesetze: Nordirland: Ehe für alle und Abtreibungen legalisiert

Jubel bei allen homosexuellen Paaren in Nordirland. Nach einem Beschluss des britischen Unterhauses steht die Homo-Ehe nicht länger unter Strafe. Auch Schwangerschaftsabbrüche legalisierte der Gesetzgeber.

Lesbisches Paar aus Nordirland

In Nordirland darf nun geliebt und geheiratet werden, wen der Ire will. Ein entsprechendes Gesetz trat um Mitternacht in Kraft.

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Was für England, Wales und Schottland bereits länger galt, ist nun auch in Nordirland Gesetz. Ganz konkret: Die Ehe für alle und Abtreibungen sind legal. Das britische Unterhaus hatte das im Juli beschlossen und dem nordirischen Parlament Zeit bis zum gestrigen Montag gegeben, Änderungen vorzunehmen. Die britische Provinz hat seit Januar 2017 keine eigene Regierung und wird geschäftsführend von London aus regiert. Das nordirische Parlament in Belfast kam am Montag zwar kurzzeitig zusammen, konnte sich aber nicht auf eine Regierungsbildung und Änderungen an den in Westminster beschlossenen Texten einigen.

Damit sind Abtreibungen künftig sauch in Nordirland straffrei und es soll ein geregelter Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ermöglicht werden. Die genauen Regelungen sollen bis Ende März 2020 stehen. Bereits Mitte Januar sollen die Regelungen zur Homo-Ehe stehen. Die erste gleichgeschlechtliche Ehe dürfte damit spätestens in der Woche vom Valentinstag im Februar geschlossen werden.

Liberalisierung in Nordirland umstritten

Die in London beschlossenen Liberalisierungen sind in Nordirland umstritten. Die nordirische Democratic Unionist Party (DUP), die im britischen Parlament eine wichtige Rolle spielt, hatte sich vehement gegen jegliche Änderung gestemmt. DUP-Chefin Arlene Foster sprach am Montag von einem "sehr traurigen Tag" und von einem "Affront gegen Menschenwürde und Menschenleben".

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International feierte dagegen den "Beginn einer neuen Ära für Nordirland". Das Ende der bisherigen "unterdrückenden Gesetze" sei ein historischer Moment.

deb / AFP