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Vizepräsident Biden vs. Trump: Twitter-Meme: Verschwörung im Weißen Haus?

Donald Trump ist gewählt. Doch vielleicht kann man dem zukünftigen US-Präsidenten den Start so schwierig wie möglich machen. Twitter-Nutzer malen sich aus, welche Gemeinheiten sich der aktuelle Vizepräsident Joe Biden für den neuen Chef im Weißen Haus überlegt.

US-Präsident Barack Obama (rechts) und sein Vize Joe Biden scheinen sich gut zu verstehen.

US-Präsident Barack Obama (rechts) und sein Vize Joe Biden scheinen sich gut zu verstehen.

Dass Donald Trump ab dem 20. Januar 2017 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein wird, daran lässt sich nicht mehr rütteln – weder durch Proteste im eigenen Land noch durch entsetzte Stimmen aus dem Ausland. Viele Amerikaner haben deshalb mittlerweile eine andere Form gefunden, mit der für sie erschütternden Nachricht umzugehen. Sie flüchten sich in (Galgen-)Humor. Und welchen besseren Ort gäbe es dafür als Twitter?

Joe Biden steht im Mittelpunkt des neuesten Twittertrends, der Trump auf die Schippe nimmt – der #Bidenmemes. Der amtierende Vizepräsident will, so stellen es sich die User zumindest vor, dem neuen Präsidenten den Start in die Amtszeit so schwer wie nur irgend möglich machen. Zwar hat sein Chef Barack Obama "einen reibungslosen Übergang" versprochen, weil das zum Wesen der Demokratie gehöre. Aber das heißt ja nicht, dass sein Stellvertreter das zwingend genauso sehen muss.


Und so malen sich die Twitter-User aus, wie der rebellische Vizepräsident Biden sich immer neue Gemeinheiten für den nächsten Chef im Weißen Haus ausdenkt. Die Witze verlaufen dabei stets nach dem gleichen Schema: Biden macht einen Vorschlag, Obama spielt die Rolle des Vernünftigen und versucht, seinen Vize zu bremsen. Meist vergeblich. Garniert wird das Ganze mit einem möglichst aussagekräftigen Bild der beiden.


Gern benutzte Pointen sind zum Beispiel das Wlan-Passwort, das Biden ändern und Trump nicht verraten will, oder die falsche Adresse, die er Trump zu seinem Amtssitz mitteilt. "Joe, er ist der gewählte Präsident", wirft Obama ein und Biden kontert: "Ist mir egal, wie die Leute ihn nennen."


Natürlich holen Trump nun auch seine vollmundigen Thesen aus den vergangenen Jahren ein, als er beispielsweise behauptete, Obama sei gar nicht in den USA geboren und somit unrechtmäßig Präsident. Damals veröffentlichte Obama seine Geburtsurkunde, um den Vorwurf zu entkräften. Aber warum jetzt nicht eine gefälschte Urkunde im Oval Office "vergessen"?


Der Ideenreichtum, den die Witzbolde Joe Biden zuschreiben, scheint nahezu grenzenlos: Legosteine im Weißen Haus verschütten, den neuen Präsidenten beim Treffen mit seinem Vorgänger mit einem Football abwerfen oder einfach schnell noch das ganze Eis aufessen, bevor es an Trump übergeht.



Im Netz trifft der humorige Angang einen Nerv – viele der Tweets wurden tausende Male retweetet. Neu ist der Trend nicht: Schon vor der Wahl machten auf Twitter Dutzende Memes die Runde. Den Präsidenten Trump haben auch sie nicht verhindert.

epp