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Konkurrenz für FlixBus: Für 99 Cent durch Deutschland: BlaBlaCar startet Fernbus-Angebot

FlixBus bekommt Konkurrenz auf dem Fernbusmarkt: Die größte europäische Mitfahrzentrale BlablaCar startet Mitte Juni in Deutschland ihre eigenen Fernbus-Fahrten. Gelingen soll der Markteinstieg mit Billig-Preisen von unter einem Euro.

Roter Bus auf der Autobahn

Die französische Firma BlaBlaCar macht dem deutschen Marktführer FlixBus zukünftig Konkurrenz 

Noch vor ein paar Jahren gab es zahlreiche Anbieter auf dem deutschen Fernbusmarkt. Dauerhaft durchsetzen konnte sich allerdings nur das damalige Start-up Flixmobility mit seinen grünen Bussen, die nun fast konkurrenzlos die deutschen Straßen beherrschen. Mehr als 500 Ziele in Deutschland und Routen in fast 30 Länder werden inzwischen von FlixBus bedient, wie die "taz" schreibt.

Für 99 Cent durch Deutschland

Diesem Quasi-Monopol des deutschen Fernbusmarktes wird ein neuer Spieler nun Konkurrenz machen: Die größte europäische Mitfahrzentrale BlaBlaCar will ab dem 24. Juni Fernbusfahrten in ganz Deutschland anbieten. 99 Cent soll eine Fahrt mit dem BlaBlaBus kosten – die Kunden freut es, für FlixBus könnte der neue Anbieter zu einem wahren Konkurrenten werden.

Seit Montag sind die ersten Tickets für die roten Busse buchbar. Bisher werden fünf Verbindungen in 17 Städten angeboten, darunter auch die begehrtesten Strecken wie Hamburg-Düsseldorf oder Frankfurt-Berlin. Bis Ende des Jahres solle dieses Angebot noch deutlich aufgestockt werden, sagte eine Sprecherin des Unternehmens.

Eine umweltfreundliche Alternative

Die französische Firma BlaBlaCar, die damals als Start-Up begann, war bisher als Mitfahrzentrale für private Kunden in mehr als 22 Ländern aktiv. Mit dem Kauf der Marke Quibus, dem französischen Fernbusgeschäft der Staatsbahn SNFC, will das Unternehmen sein Angebot nun ausweiten. Denn auch hier ähnelt das Geschäftsmodell dem von FlixBus: Die Firma schließt Verträge mit regionalen Busunternehmen ab, die dann im Auftrag von BlaBlaBus ihre Routen anbieten, wie die "taz" schreibt.  

"Dieses Projekt passt perfekt in unsere Version, eine geteilte, komfortable und erschwingliche Mobilitätslösung anzubieten und gleichzeitig die Umweltbelastung durch den Straßenverkehr zu reduzieren", sagte Frédéric Mazzella, Präsident und Gründer von BlaBlaCar. Ein vollbesetzter Bus produziert zehnmal weniger CO2 pro Person als jemand, der alleine in seinem Auto fährt. Welches Unternehmen auch immer den Fernbus also betreibt – umweltfreundlicher als Auto oder Flieger ist er allemal.

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Quelle: "taz" / "blablacar"

gho

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