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Fliegen wie ein Promi: Britin zahlt 50 Euro für ihren Flug nach Kreta – und fliegt ganz allein

Eine Britin fliegt von Glasgow nach Kreta. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Wenn sie nicht die Einzige in einer Maschine mit Platz für 189 Passagiere wäre.  

Sonntagmittag am Flughafen von Glasgow. Die 57-jährige Karon Grieve sitzt ganz allein an ihrem Gate. Sie wartet aufs Boarding ihrer Maschine nach Kreta. Um sie herum ist es leer. Niemand sonst wartet auf den Flug der Jet2-Maschine. "Ich dachte schon, ich bin am falschen Gate", sagt die Autorin dem stern.

Bereits beim Check-in hatte man ihr gesagt, dass sie eine von insgesamt drei Leuten sei, die diesen Flug überhaupt gebucht hatte. Dass sie nun aber ganz allein am Schalter warten würde, damit hätte sie nicht gerechnet: "Ich fühlte mich ein bisschen blöd, alleine dort zu warten", so Grieve. Sie habe zunächst noch Scherze mit dem Personal gemacht, dass im letzten Jahr noch acht Leute zur gleichen Zeit geflogen seien. Doch als sie die Maschine betritt, ist sie der einzige Passagier. "Ich lief erst einmal wie ein kleines Kind durch den Flieger", erzählt sie dem stern

Wenn die Ansagen der Pilotin nur an dich gerichtet sind

Statt nervigen Sitznachbarn hatte sie ein Flugzeug, das normalerweise Platz für 189 Passagiere hat, ganz für sich allein. Dementsprechend wurde sie auch behandelt. "Ich fühlte mich wie ein VIP. Ich durfte in der ersten Reihe sitzen – mit Beinfreiheit. Dazu bekam ich ein gratis Essen und auch die Ansagen der Crew und der Pilotin waren ausschließlich an mich gerichtet", verrät Grieve. 

Während des Flugs ließ die Pilotin durch die Lautsprecher verlauten: "Hi Karon und Crew, wir fliegen gerade über Kroatien. Wenn ihr rechts aus dem Fenster schaut, seht ihr es." Für einen Plausch verließ die Kapitänin sogar das Cockpit. Und nicht nur das erlebte sie, wie sie berichtet: "Als wir später durch ein Unwetter flogen, durfte ich mir das sogar aus dem Cockpit anschauen. Das war ziemlich beeindruckend."

Laut Jet2 sei so ein "Alleinflug" nicht ungewöhnlich

In Kreta angekommen, habe sie noch nicht einmal auf ihren Koffer warten müssen. Der sei ihr beim Aussteigen gleich in die Hand gedrückt worden. So fühlen sich wohl nur die Schönen und Reichen, wenn sie mit ihrem Privatjet fliegen. Mit dem Unterschied, dass Grieve nur 46 Pfund, also umgerechnet 50 Euro, für ihr Flugticket bezahlt hat.

Den Grund für Grieves "Alleinflug" verriet eine Sprecherin von Jet2 dem "Independent": "Es ist nicht ungewöhnlich, dass der letzte Hinflug der Saison weniger Buchungen hat als normal." Die 57-Jährige hatte also nur Glück. Denn die gleiche Maschine zurück nach Glasgow war wieder voll besetzt. Aus einer Person wurden 189.

Flugzeug fliegt mitten durch den Hurrikan "Irma"


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