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Neuer Sicherheitsbericht: Aggressive Kunden sind großes Problem für die Bahn

Die Deutsche Bahn sorgt sich um ihre Mitarbeiter. Die Gewaltbereitschaft gegenüber Zugbegleitern und Sicherheitsleuten hat zuletzt stark zugenommen, zeigt der neue Sicherheitsbericht.

Die Deutsche Bahn hat ein Problem mit aggressiver Kundschaft: Zugbegleiter und Sicherheitsleute der Bahn werden immer häufiger von Reisenden angegriffen. Im vergangenen Jahr zeigten sie 1200 Übergriffe bei der Polizei an, weitere 600 wurden intern gemeldet, wie das Unternehmen mitteilte. Im Jahr 2014 wurde noch ein Fünftel weniger Angriffe durch aggressive Kunden registriert. Ernste Verletzungen seien die Ausnahme, die Aggression steige aber, sagte Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke. "Die Verrohung der Gesellschaft, der Mangel an Respekt vor Uniformträgern nimmt dramatisch zu."

Rund 60 Prozent der Taten richteten sich gegen Sicherheitspersonal, meist ging es um scheinbare Nichtigkeiten, wie etwa Fahrkartenkontrollen, Hinweise auf das Rauchverbot oder die Leinenpflicht für Hunde. Kontrolleure würden angespuckt, aus dem Zug gestoßen, bekämen heißen Kaffee ins Gesicht, sagte Rischke.

Deutsche Bahn registriert insgesamt weniger Straftaten

Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass die Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen im vergangenen Jahr insgesamt leicht zurückging. Die Bahn registrierte 58.200 Straftaten, drei Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders bei Vandalismus, Graffiti und Metalldiebstahl seien die Zahlen zurückgegangen.

Mehr Details zeigt die Infografik: 

dpa / rös
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