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Polizei ermittelt: Schienenschrauben gelöst: offenbar Anschlagsversuch auf ICE-Strecke

In Hessen hat es laut Informationen des "Spiegel" offenbar einen Anschlagsversuch auf die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Frankfurt gegeben. Die Strecke sei gesperrt worden, Züge fielen aus oder müssten umgeleitet werden, teilt die Deutsche Bahn mit.

ICE der Deutschen Bahn

Unbekannte sollen in Hessen auf insgesamt rund 80 Metern einer ICE-Strecke die Schienenschrauben gelöst haben (Symbolbild)

Laut Informationen des "Spiegel" hat es in Essen offenbar einen Anschlagsversuch auf eine ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Frankfurt gegeben. Dem Bericht zufolge haben Unbekannte auf der Theißtalbrücke in Hessen auf insgesamt rund 80 Metern der Strecke die Schienenschrauben gelöst.

Der Lokführer eines ICE habe demnach am frühen Morgen bemerkt, dass sein Zug unruhig über die Brücke gefahren sei. Daraufhin habe er den Vorfall sofort gemeldet und die Strecke sei gesperrt worden. Die folgende Streckenkontrolle habe ergeben, dass die Schienen auf der Brücke sich schon gelöst hatten und fünf Zentimeter mehr auseinander standen als normal.

Deutsche Bahn: "Sabotageakt" auf ICE-Strecke

Nach Einschätzungen der Ermittler wären weitere Züge, die die Brücke passiert hätten, möglicherweise entgleist und von der Brücke gestürzt. Sicherheitskreise gaben laut "Spiegel" an, dass es nach einer gut organisierten Tat aussehe. Festgestellt wurden die Schäden laut Polizei bei Niedernhausen nördlich von Wiesbaden, die Bahn berichtete von Ermittlungen der Polizei bei Breckenheim, einem Stadtteil von Wiesbaden.

Techniker seien vor Ort. Die Arbeiten würden voraussichtlich bis in die Nachtstunden dauern. Bei Twitter hatte die Bahn am Vormittag von Vandalismus berichtet. Züge fielen aus oder müssten umgeleitet werden, so das Unternehmen weiter. In Limburg Süd, Montabaur, Siegburg/Bonn und Köln/Bonn Flughafen werde derzeit nicht angehalten. Ersatzweise soll dies in Koblenz sowie Bonn Hauptbahnhof und Bonn-Beuel geschehen. Es müsse mit Verspätungen von voraussichtlich eineinhalb Stunden gerechnet werden. Betroffen sind neben den ICE-Zügen, die über Frankfurt und Köln fahren, auch diejenigen, die von Köln über Wiesbaden und Mannheim nach Stuttgart unterwegs sind.

Eine Sprecherin der Bahn habe dem "Spiegel" bestätigt, dass es "einen Sabotageakt" auf die Gleisanlagen gegeben habe, und auf das LKA verwiesen: "Aufgrund von polizeilichen Ermittlungen an der ICE-Strecke bei Breckenheim kommt es im Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen Frankfurt Flughafen und Köln zu Beeinträchtigungen."

Quelle: "Der Spiegel"; DPA

tim

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