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Deutsche Bahn: Frau fährt aus Versehen in ICE mit – die Schaffnerin reagiert überaus freundlich

Eine Frau aus München wollte sich in einem ICE nur von ihrem Enkel verabschieden, als dieser plötzlich losfuhr. Glück für die Oma, dass die Zugbegleiterin Verständnis hatte.

Schauergeschichten über die Deutsche Bahn gibt es viele, nur selten aber hört man mal ein Lob für das Beförderungsunternehmen und seine Mitarbeiter. Zwischen die Klagen über Verspätungen, unverschämte Schaffner und ausgefallene Klimaanlagen mischen sich mitunter aber auch positive Berichte. Wie zum Beispiel die Geschichte, die Gaby dos Santos in einem ICE erlebte.

Die 61-jährige Münchnerin berichtet auf ihrem Facebook-Account davon, wie eine nette Schaffnerin sie aus einer Notlage befreite. Dos Santos wollte ihren zwölf Jahre alten Enkel in den Zug nach Frankfurt setzen und begleitete ihn an seinen Platz im ICE 624. Doch weil einige Wagen ausgefallen waren, herrschte Durcheinander in dem Zug. Fünf Minuten vor der regulären Abfahrtszeit fuhr dieser dann los, schreibt dos Santos: "Mit mir an Bord!! Ohne Ticket und EC-Karte!"

Bin unfreiwillig in Nürnberg gelandet. Mein Beitrag zu den DB-Erlebnis-Posts im Sommer 2019: Wollte meinen...

Gepostet von Gaby Dos Santos am Freitag, 12. Juli 2019

Bahn-Schaffnerin stellt spontan Ticket auf Zettel aus

"Plötzlich gingen die Türen zu. Ich habe noch panisch auf den Knopf gedrückt, aber es war schon zu spät – der Zug fuhr los. Ich bin aus Versehen schwarzgefahren", sagte dos Santos der "Bild"-Zeitung. Nur gut, dass sie bei der zuständigen Kontrolleurin Verständnis fand. Die Schaffnerin reagierte sehr unkonventionell, als dos Santos ihr das Missverständnis schilderte. Kurzerhand stellte sie der Dame ein improvisiertes Ticket aus – auf einem Bierzettel aus dem Bordrestaurant.

"Reisende hat Kind in Zug gesetzt. In München war bei unserem ICE 624 ganz schönes Chaos. Dame hat es bei dem Kuddel-Muddel nicht mehr aus dem ICE geschafft. Bitte mit zurückbefördern", stand darauf. Tatsächlich reichte dieser Zettel, um es aus Nürnberg, dem nächsten Halt des Zuges, wieder zurück nach München zu schaffen, ohne für ein Ticket zu bezahlen. "Nur ein Schaffner startete einen Oberwichtig-Vortrag von wegen niemals in einen ICE steigen, mit dem man nicht fahren wolle", schreibt dos Santos.

Bei der Bahn sei zwar einiges schiefgelaufen, meint dos Santos in ihrem Beitrag, und sie wolle gerade zur Ferienzeit nicht in der Haut der Bahnmitarbeiter stecken. In ihrem Fall aber hätten sich alle "ruhig und gleichbleibend freundlich" verhalten. So kam Gaby dos Santos am gleichen Tag um 17 Uhr wieder von ihrer kleinen Abenteuerreise nach München zurück. 

Quellen: Gaby dos Santos auf Facebook / "Bild"

epp

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