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Low-Cost-Monitor des DLR: Studie: Flugtickets der Billigflieger werden immer teurer

Für 9,99 Euro nach Mallorca? Schnäppchen-Tickets gibt es in Deutschland immer seltener. Tatsächlich liegen die Preise für einen Flug ohne jegliche Extras deutlich höher als vor einem Jahr, wie der neueste Low-Cost-Monitor verrät.

Ryanair

Zwei Flugzeuge der irischen Ryanair auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt. Insgesamt betreibt der Billigflieger europaweit 420 Maschinen vom Typ Boeing 737. Laut der DLR-Studie reduzierte Ryanair das Flugangebot in Deutschland allerdings um ein Prozent.

DPA

"In der Sommersaison 2019 ist das Wachstum der Low-Cost-Angebote in Deutschland zum Stillstand gekommen", lautet das Fazit der regelmäßigen Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die im abgelaufenen Sommer angebotenen Billigflüge in Deutschland sind gleichzeitig etwas teurer geworden. Untersucht wurde eine typische Woche im Juli mit 6680 angebotenen Flügen. Einige zusätzliche Verbindungen habe es nach Italien gegeben, während die Gesellschaften im innerdeutschen Verkehr sowie nach Spanien und Großbritannien weniger Flüge anboten.

Nach Testkäufen an einem Stichtag im Oktober sind die durchschnittlichen Preise für ein Flugticket ohne jegliche Extras angestiegen, berichtete das DLR. Grund dürfte das teurere Kerosin sein. Bei den großen Anbietern reicht die Spanne der Durchschnittspreise von 44,10 Euro bei der ungarischen Airline Wizz über rund 55 Euro bei Easyjet und Ryanair bis zu 111,27 Euro, die im Schnitt für ein Ticket bei der Lufthansa-Gesellschaft Eurowings fällig wurden. Vor einem Jahr hatte die Spanne 38 bis 100 Euro betragen. 

Der Angebotsrückgang im hart umkämpften deutschen Markt ist keineswegs typisch für das Geschehen in Europa. Mit mehr als 67.000 Starts in einer typischen Woche wuchs das Angebot auf dem gesamten Kontinent um 4 Prozent vor allem mit zusätzlichen Flügen nach Italien und Griechenland. Der Marktführer Ryanair/Lauda sowie der Branchenzweite Easyjet bauten ihre Flugpläne aus. Der Rückgang in Deutschland erklärt sich aus besonders starken Kapazitätsausweitungen nach der Pleite von Air Berlin, was 2018 zu einem deutlichen Überangebot geführt hatte.  

Platzhirsch Eurowings mit 47 Prozent

"Eurowings hat als Marktführer in Deutschland die Anzahl angebotener Flüge im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,5 Prozent reduziert auf rund 3100 Starts pro Woche", sagt Studienleiter Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr in Köln. Dennoch war die Lufthansa-Tochter mit einem Anteil von 47 Prozent der angebotenen Flüge erneut größter Anbieter auf dem deutschen Markt.

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Die Ticketpreise schwanken stark je nach Frist der Vorausbuchung. Vereinzelt fanden die DLR-Testkäufer bei Ryanair und Wizz auch die politisch umstrittene Niedrigstpreise von 9,99 Euro für Verbindungen wie Bremen-London und Dortmund-Budapest in drei Monaten ab der Buchung. Da Fliegen das Klima schädigt, sind gerade extrem billige Verbindungen zuletzt stärker in die Kritik geraten. 

Die fünf der 19 Fluggesellschaften mit den meisten Low-Cost-Verbindungen vereinen derzeit rund 91 % des deutschen Marktes auf sich. Die Zahl der im Sommer aus Deutschland angebotenen Strecken erhöhte sich um 14 auf 940. Vor allem die ungarische Wizz legte neue Verbindungen von Dortmund auf. Easyjet wuchs vor allem am Berliner Flughafen.

Die Airlines gehen sich mit ihren Angeboten immer noch gezielt aus dem Weg: Auf fast neun von zehn Verbindungen ist jeweils nur eine Gesellschaft aktiv. Echte Konkurrenz von mehr als zwei Billig-Airlines herrschte nur auf zehn Strecken vorzugsweise nach Mallorca und Barcelona. 

Quellen: dlr.de und DPA

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tib mit DPA

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