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Frühlings-Tipps: Raus in die Natur: Diese drei Promi-Damen verraten ihre Lieblingsziele

Endlich Frühling: Wenn draußen die Natur erblüht, erwachen auch wir Menschen wieder zu neuem Leben. Die Olympiasiegerin Magdalena Neuner, eine Schriftstellerin und ein TV-Star sagen, wo es sie in die Natur zieht.

Magdalena Neuner, 32, mehrfache Biathlon-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin, lebt in Wallgau in Oberbayern

Magdalena Neuner, 32, mehrfache Biathlon-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin, lebt in Wallgau in Oberbayern

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Magdalena Neuner: Der Berggasthof Maxhütte im Karwendel

Der Schnee ist mein Element, ich liebe es nach wie vor auf Skiern zu stehen. Aber von Jahr zu Jahr fällt es mir schwerer, aus meiner Komfortzone herauszukommen. Deswegen freue ich mich, dass der lange, schneereiche Winter endlich vorbei ist. Auch meine beiden Kinder genießen den Frühling total. Mit ihnen wandern mein Mann und ich jetzt in die Berge.

Unser erster Anlaufpunkt ist die kleine bewirtete Maxhütte, von Wallgau aus dauert der Aufstieg etwa 20 Minuten. Dort oben hat man das Gefühl, alles erwacht zu neuem Leben, die Kinder spielen auf dem Spielplatz, und man trifft alles und jeden. Später, wenn überall der Schnee weggeschmolzen ist, gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. Dann wandere ich weiter nach oben, zum Beispiel auf die Wallgauer Alm. Ich suche dann vor allem Orte, die nicht so überlaufen sind. Ich finde ich es total schön, in die Ferne zu schauen. Deswegen mag ich auch die Ostsee und die Nordsee so gern. Sie sind ein großer Kontrast zu dem, was wir hier haben.

Juli Zeh: Auf dem Pferde durch Brandenburger Wälder

Die Schriftstellerin Juli Zeh liebt die alten Mischwaldwälder rund um den Groß Behnitzer See westlich von Berlin

Die Schriftstellerin Juli Zeh liebt die alten Mischwaldwälder rund um den Groß Behnitzer See westlich von Berlin

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Wenn ich draußen bin, habe ich meistens ein Pferd dabei. Oder zwei. Und einen Hund. Es gibt einfach nichts Schöneres, als inmitten einer kleinen Tierherde durch die Landschaft zu ziehen. Mein Lieblingsort ist das Waldgebiet rund um den Groß Behnitzer See westlich von Berlin. Alter Mischwald beschattet die Sandwege, zwischen den dicken Stämmen der Bäume glitzert die Wasseroberfläche, es ist traumhaft still, die Luft riecht ein bisschen pilzig, nach modrigem Holz und den Eicheln vom letzten Jahr.

Immer wieder erschrecken sich die Pferde vor einem der Vögel, überraschend große Tiere, die plötzlich direkt neben dem Weg im Schilf auftauchen. Ein Reiher, ein Kranich, ein Storch, zwei Schwäne, die Hälse zum Herz gebogen. Einmal sah ich einen Seeadler am Himmel. Wenn man genug hat von der Natur, kann man noch einen Kaffee trinken im Restaurant "Seeterrassen". Inklusive Wassernapf für den Hund und Anbinden der Pferde. Was will man mehr.

Bettina Tietjen: Mit Kanu auf der Seeve 

Auf norddeutschem Gewässer: Die Tour führt am Flusslauf der Seeve entlang durch blühende Landschaften bis zur Horster Mühle

Auf norddeutschem Gewässer: Die Tour führt am Flusslauf der Seeve entlang durch blühende Landschaften bis zur Horster Mühle

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Mein Tipp: mit Fahrrad und Kanu das Flüsschen Seeve erkunden, das sich südlich von Hamburg durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet bis hin zur Elbe schlängelt. Vom Bahnhof Harburg aus führt der Weg zunächst am Seevekanal entlang, mitten durch eine hinter Bahngleisen und Industrieruinen versteckte verwunschene Kleingartenidylle. Zwischen morschen Holzstegen dümpeln kleine Boote und Enten träge vor sich hin. Am Pulvermühlenteich und dem benachbarten See im Großen Moor tummeln sich nackte Sonnenanbeter und seltene Wasservögel in friedlicher Koexistenz, wir lassen beide hinter uns und radeln weiter, fast immer am Flusslauf entlang durch blühende Landschaften bis zur Horster Mühle.

Dort lassen wir die Räder stehen und steigen um ins Auto des Kanuvermieters, der uns zur Einstiegstelle bei Jesteburg transportiert. Von dort paddeln wir zwei Stunden lang flussabwärts, bei flotter Strömung ein spritzig-sportliches Erlebnis. An mehreren Stellen bietet sich eine Pause an, im Sommer ist ein Bad in der kühlen Seeve herrlich erfrischend. Ziel ist die alte Wassermühle, wo wir unsere Räder geparkt haben. Im Ausflugslokal nebenan kann man sich stärken für den Rückweg, der wieder am Ausgangspunkt Harburger Bahnhof endet.

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