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Corona-Schutz Ellenbogen statt Hand: Japanische Airline testet innovative Toilettentüren

Passagierflugzeug der All Nippon Airways auf dem Rollfeld einen Flughafen
An dem Tokioter Flughafen Hanada lässt All Nippon Airways die neuen Flugzeugtüren derzeit auf ihre Praxistauglichkeit testen. 
© Vitaliy Ankov / Picture Alliance
Eine japanische Airline hat neue Toilettentüren für ihre Flugzeuge entwickeln lassen. Passagiere sollen sich in Zukunft zwar nicht ganz kontaktlos, aber auch nicht mehr mit der Hand Zutritt zum stillen Örtchen verschaffen.

In Sachen stilles Örtchen macht den Japaner so leicht keiner etwas vor. Selbst viele öffentliche Toiletten sind im Land der aufgehenden Sonne mit einem Bedienpanel ausgestattet, dass so manchen Touristen überfordert. Dass man per Tastendruck die Klobrille anwärmen kann, ist nur eine von diversen Funktionen. Nun ist es nicht verwunderlich, dass die Japaner sich gerade in Corona-Zeiten mit dem Thema Toilette beschäftigen. Besonderen Erfindergeist legte dabei die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) an den Tag. Sie ließ neue Türgriffe für die Kabinentoiletten in ihren Maschinen entwickeln, die derzeit getestet werden.

Kunden äußerten Sorgen: ANA reagiert

Als Vorsichtsmaßnahme gegen das neuartige Coronavirus sollen die Türen auf ANA-Flügen in Zukunft nicht mehr mit der Hand geöffnet werden müssen. Der Ellenbogen reiche, um sich Zutritt zum stillen Örtchen zu verschaffen, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch in Tokio der Deutschen Presse-Agentur. Demnach hatte bei einer Branchenumfrage unter Kunden eine große Mehrheit angegeben, sich große Sorgen über eine Infektion mit dem Coronavirus zu machen, wenn sie im Flugzeug einen Sitzplatz oder die Toilette benutzt. 

Den Kontakt mit Gegenständen wie Türklinken oder Geländer zu vermeiden, die viele andere Menschen zuvor berührt haben, zählt allgemein zu den Maßnahmen, das Ansteckungsrisiko zu senken. Auch wenn noch unklar ist, wie lange die neuartigen Corona-Viren auf Flächen überleben können. Die neuen Türgriffe würden derzeit am Tokioter Flughafen Haneda getestet, hieß es. Wenn sie sich als praktikabel erweisen, erwäge man sie nach Befragung von Kunden in Flugzeugen einzuführen.

js DPA

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